P. Kerstan lehrt „Die Bildsprache in kurzen Filmeinheiten“

Peter Kerstan ist nicht nur Kameramann, Autor von Fernsehbeiträgen und Bildungsreferent: Er hat in der Filmbuch-Edition des Verlags Zweitausendeins auch das erfolgreiche Buch „Der journalistische Film“ veröffentlicht. Grundlage dieses Buches ist eine Theorie der Informationsvermittlung, die auf Kerstans eigenen langjährigen Erfahrungen im aktuellen Fernsehgeschäft beruhen. Ausgangspunkt ist die beunruhigende, beliebig reproduzierbare Erfahrung, dass wir von den vielen bunten Bildern und Tönen einer Informationssendung fast gar nichts, zumindest keine Fakten in Erinnerung behalten. Seit 2001 ist Peter Kerstan Referent des Bildungszentrums BürgerMedien und leitet Seminare in den Offenen Kanälen Münster und Ludwigshafen. Ob vor und mit 28 Teilnehmern wie jüngst in Münster oder im kleinen Kreis von 7 OK-Nutzern und Auszubildenden wie zuletzt in Ludwigshafen, Peter Kerstan verbindet in seinen Seminaren erfolgreich Theorie und Praxis und vermittelt bleibende Aha-Erlebnisse. Im Folgenden berichtet Stefanie Werner von dem zweitägigen Seminar “ Die Bildsprache in kurzen Filmeinheiten“, das Peter Kerstan am 25. und 26. Oktober 2002 im Offenen Kanal Ludwigshafen hielt:


„Das Seminar wollte Fortgeschrittene, OK-Mitarbeiter und Auszubildende ansprechen. Zuerst bekamen die sieben TeilnehmerInnen eine Einleitung zum Thema. Die Stichworte des Seminars: Bildsprache, Storyboard, Konzept, Aussagewunsch, Sequenz, Einsdreißig (1 Minute 30 Sekunden), Analyse und Reflektion wurden erläutert. Danach fand eine Aufteilung in zwei Gruppen statt, auch das war Inhalt des Seminars: Gruppenarbeit. Schließlich ist es von großer Bedeutung, sich mit anderen auseinander zusetzen, um zu einem Ziel zu gelangen. Anhand von vorgegebenem Filmmaterial mussten die beiden Gruppen nun, nach vorausgegangener Konzeption, einen Film schneiden, der alleine durch die Bildsprache den Aussagewunsch transportiert.  In entspannter, freundlicher Atmosphäre gingen die Gruppen an zwei digitalen Schnittplätzen ans Werk. Die Resultate wurden danach gemeinsam analysiert und besprochen. Peter Kerstan sagte mir in einem kurzen Gespräch, dass es ihm wichtig sei zu vermitteln, wie man durch eine einfache Bildfolge eine Geschichte ohne Worte erzählt. Für eine Kurzberichterstattung ist dies von größter Bedeutung, schließlich kommt es nicht darauf an, einen künstlerisch ausgefeilten Film zu erstellen, sondern möglichst linear mit Bildern der Aussage zu entsprechen.“

Author: Stefanie Werner
E-Mail: redaktion@connex-magazin.de

Kommentare sind geschlossen.