Festivalradio: Bermuda.funk sendet aus dem Aquarium

Besucht man einen Film beim Filmfestival Mannheim-Heidelberg im Stadthaus N1, entdeckt man im ersten OG, rechter Hand einen mysteriösen, schaufenstergroßen, einem überdimensionalen Aquarium gleichenden, mit Poster bekleideten Kasten, an dem es unmöglich ist vorbeizulaufen, ohne einmal neugierig durch seine gläserne Front zu linsen.  Menschen….werkelnd an diversen Audio-Geräten, wie Plattenspielern, Verstärkern, Mikrophonen, CD-Playern und tragbaren Minidiskgeräten sind dabei nicht zu übersehen.
Da ich jetzt zwar wusste, was in diesem Kasten war, aber immer noch nicht, wieso er da steht, zog ich einen der werkelnden Verantwortlichen zur Rechenschaft, der mir tapfer Rede und Antwort stand.
„Freies Radio Rhein Neckar“…“jaja….achso“…
„temporäres Sendestudio“…“Bermudafunk“…“mhm“
„Filmfestival“…“aha“…
„Sonderprogramm“….“mhmm“…
„Informationen“…“interessant“….
Nun, da ich jetzt meinen Film verpasst habe, hatte ich genug Zeit, die gesammelten Informationen zusammenzufügen und es ergab sich eine recht plausible Erklärung für die Existenz des mystischen Kastens.
Während des Filmfestivals Mannheim-Heidelberg vom 7. bis zum 11. November 2002, sendet der Bermudafunk zum 4. mal, zusätzlich neben seinem gewohnten Programm, wieder live aus dem „Glaskasten“, der als „temporäres Sendestudio“ dient, und im Stadthaus N1 in Mannheim seinen Standort hat, auf zwei Sendeschienen die ganze Woche durchgehend von 12 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr ein umfangreiches festivalbezogenes Programm.
Das Sonderprogramm gestaltet sich ausschließlich aus aktuellen „Informationen über das Filmfestival mit Filmkritiken, Programmhinweisen und Eindrücken vom Geschehen rund um die Filmvorführungen“.
Mit tragbaren Minidiskgeräten werden vor Ort Interviews mit Regisseuren geführt und Talkrunden mitgeschnitten.
Ehrenamtliche Mitarbeiter des Bermudafunks nahmen sich sogar frei, um an diesem Projekt mitwirken zu können und in diesem Zusammenhang möglichst nahen Kontakt zu ihren Hörern und Hörerinnen herzustellen, was aufgrund der Abgeschiedenheit des primären Sendestudios in dem Mannheimer Kulturzentrum Alte Hauptfeuerwache nicht möglich gewesen wäre.

Author: Kristin Lauer
E-Mail: kristin.lauer@lpr-online.de

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