LfM fördert „Ausbildungs- und Erprobungskanal“

Das am 31. Juli 2002 in Kraft getretene, neu gefasste nordrhein-westfälische Landesmediengesetz benutzt erstmals den Gattungsbegriff „Ausbildungs- und Erprobungskanäle“, der bisher so oder so ähnlich nur in Sachsen und Bayern bekannt war. Überdies ist auch die Qualifizierung in Medienberufen (wie jüngst in Thüringen) als Aufgabe der Landesmedienanstalt neu ins Gesetz aufgenommen worden.

Auf dieser Grundlage hat die Medienkommission der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) unter Vorsitz von Wolfgang Hahn-Cremer in ihrer Sitzung am 17. Januar 2003 den LfM-Haushalt für das Jahr 2003 verabschiedet. Der Etat 2003 hat ein Volumen von rund 20 Millionen Euro. Erstmals wurde die Förderung eines „Ausbildungs- und Erprobungskanals“ in den Haushalt aufgenommen. Das Institut für Journalistik der Universität Dortmund als Träger des Modellprojektes „Ausbildungs- und Erprobungskanal Dortmund“ wird in diesem Jahr mit 76.000 Euro gefördert. 

 

Das Institut ist bislang bereits als Veranstalter für Hochschulfernsehen von der LfM lizenziert. Seit Juni 1998 sendet das lokale Fernsehmagazin „do1“ regelmäßig jeden Donnerstag um 21.30 Uhr ein 30-minütiges Magazin, das im Rahmen einer Lehrredaktion im „TV-Projekt“ erstellt wird. Das Programm wird partagiert mit dem Offenen Kanal Dortmund und dem Offenen Kanal Castrop-Rauxel im Kabelnetz Dortmund verbreitet. Sowohl das Fernsehmagazin des Instituts wie auch das Campusradio ElDORadio und das Onlinemagazin „donews“ dienen der praktischen Ausbildung der Journalistik-Studierenden und wenden sich nicht oder nicht ausschließlich an ein universitäres Publikum.

 

Laut LfM-Pressemitteilung sollen mit der finanziellen Förderung „im Jahr 2003 durch die Kooperation in der Formatentwicklung und durch die Qualifizierung von Redaktionsgruppen Strukturen für einen Ausbildungskanal entwickelt werden, für die es in dieser Form bislang bundesweit kein Vorbild gibt.“ Zur weiteren Zielsetzung wird Wolfgang Hahn-Cremer, Vorsitzender der LfM-Medienkommission, zitiert: „Das Projekt ist deshalb spannend, weil wir hier die Bürgermedien mit der professionellen Ausbildung der Universität zusammenbringen. Unser Ziel ist es, mit dem Austausch von Know-How zwischen Institut und dem Bürgerfernsehen die Qualität im Programm des Offenen Kanals deutlich zu steigern.“

Author: Hans-Uwe Daumann
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