Fernsehen in der Schule – Medienerziehung im ok.tv

Das Thema „Offener Kanal und Schule“ steht im Mittelpunkt des 5. Forums Medienkompetenz Rheinland-Pfalz, das gemeinsam von der Staatskanzlei und der Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR) am 6. November 2003 im Festsaal der Staatskanzlei in Mainz ausgerichtet wird.

Kinder und Jugendliche sind fasziniert von Medien und lieben besonders das Fernsehen: Vor dem Internet und anderen neuen Medien ist das Fernsehen für sie nach wie vor das Leitmedium. Videoarbeit ist daher besonders gut geeignet, um Schülern praktische Medienkompetenz zu vermitteln.

„Das nahezu flächendeckende Netz der Offenen Kanäle in Rheinland-Pfalz“, so der Stellvertretende Direktor der LPR, Harald Zehe, „bietet den Schulen ideale Möglichkeiten, Medien in den Lehrplan und in den Unterricht zu integrieren“. Beim Thema Medienerziehung in der Ganztagsschule und beim Aufbau einer Vernetzungsstruktur von Bildungs- und Serviceeinrichtungen im Medienbereich (Medienkompetenznetzwerke Rheinland-Pfalz) nehmen die Offenen Kanäle in Rheinland-Pfalz daher eine zentrale Rolle ein.

Dass Medien und Schule keine Gegensätze mehr beschreiben, zeigen die aktuellen Ergebnisse der Studie „LehrerInnen und Medien“, die Sabine Feierabend vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest vorstellen wird. In den Lehrplänen werden Medienthemen sowie der Einsatz von Medientechnik immer stärker berücksichtigt. Prof. Dr. Neumann-Braun von der Universität Koblenz-Landau wird in seinem Vortrag darlegen, dass die Offenen Kanäle eine herausgehobene Möglichkeit bieten, Schülerinnen und Schüler an die Produktion von Kommunikationsangeboten heranzuführen und sie dabei in ihren Fragen kompetent zu begleiten.

Im praktischen Teil der Veranstaltung werden dann Lehrer und Pädagogen Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Schule und Offenen Kanal aufzeigen. Bei dem Projekt „Einstein & Co.“ des Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasiums in Ludwigshafen wurde in einem Beitrag für den lokalen Offenen Kanal auf die Lage im Ausbildungs- und Studiensektor der Natur- und Ingenieurwissenschaften in Deutschland aufmerksam gemacht und für die in diesen Bereichen ansässigen Berufe und Studiengänge geworben. Bei dem Projekt „OK! – Tape That“ produzierten Schüler von verschiedenen Schulen in der Südwestpfalz mit Hilfe des SWR Schulfernsehens eine Magazinsendung unter realen Produktionsbedingungen.

Gerade für die Ganztagsschule bietet die Videoarbeit in Kooperation mit einem Offenen Kanal neue Möglichkeiten der Medienerziehung. Bei dem Projekt CU – TV & NET, das die Projektleiterin vom Landesmedienzentrum Sandra Lentz vorstellen wird, produzieren Ganztagsschüler aus Koblenz regelmäßig Sendungen, in denen sie Themen aus ihrer Lebensumwelt aufgreifen. Schüler der Regionalen Schule Sohren-Büchenbeuren wagten sich sogar an eine Video-Soap. Zusammen mit ihrem Ganztagsschul-Pädagogen Mathias Frey werden sie ihr Projekt auf dem 5. Forum Medienkompetenz präsentieren. „Last but not Least“ wird Brigitte Oswald vom Staatlichen Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen, Speyer, aufzeigen, dass Videoarbeit lehrplanbezogen im Unterricht eingesetzt werden kann.

Weitere Informationen zum 5. Forum Medienkompetenz Rheinland-Pfalz erhalten Sie über die Homepage der LPR (www.lpr-online.de). Dort kann man sich auch per eMail für die Veranstaltung anmelden.

Author: LPR Rheinland-Pfalz
E-Mail: mail@lpr-online.de

Kommentare sind geschlossen.