Startschuss für automatische Sendeabwicklung

Zweibrücken. Nach 15 Jahren Sendebetrieb und 17 Jahren Bestehen des OK-Trägervereins startete am 5. Oktober 2004 der computergesteuerte Sendebetrieb.

Das künftige Sendeschema beinhaltet für jeden Sendetag einen Sendeblock von 3 Stunden mit verschiedenen Beiträgen wie Magazine, Berichte über Sport, deutsch-französische Sendebeiträge usw. Dieser Sendeblock wird innerhalb von 24 Stunden viermal wiederholt.

Auch samstags und sonntags wird jetzt gesendet. An diesen Tagen gibt es ein besonderes Programm mit den Höhepunkten der Woche. Dazu zählen insbesondere Sendebeiträge im Rahmen des deutsch-französischen Fernsehprojekts „Mosaïk“. Auch hier gibt es zu den gleichen Zeiten wie unter der Woche Wiederholungen. In den „Sendepausen“ zwischen den einzelnen Sendeblöcken läuft weiterhin wie gewohnt der Infotext. Durch die Umstellung des Sendebetriebes wird den Zuschauern mehr Möglichkeit gegeben, das Programm des Südwestpfalz-OK zu sehen. Möglich macht dies neue Technik, die durch die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR) bereitgestellt wird.

 

Der Start der computergesteuerten Ausweitung des Sendeprogramms erfolgte im Beisein des Geschäftsführers des Medienkompetenznetzwerks Südwestpfalz, Walter Danner, mittels Knopfdruck durch den Zweibrücker Oberbürgermeister Prof. Dr. Helmut Reichling. Neben dem OK-Studio Rodalben ist nun auch das Studio Zweibrücken mit einer automatischen Sendeabwicklung ausgestattet. Nach und nach sollen dann auch die Studios in Hauenstein und Dahn mit dieser Technik ausgerüstet werden.

 

Die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter Rheinland-Pfalz (LPR) setzt auf die Technik des Schweizer Herstellers Teletrend. Das System aus Videoserver, Sendeserver und Steuerungsprogramm wurde in der LPR im Dauerbetrieb getestet, bevor es im Offenen Kanal Ludwigshafen und im Studio Rodalben des Südwestpfalz-OK in Betrieb ging. Auch der OK Ludwigshafen ist seitdem an allen 7 Tagen der Woche jeweils um 16 Uhr, 20 Uhr, 8 Uhr und 12 Uhr mit einem dreistündigen Programmblock auf Sendung. Die Mitarbeiter der Sender hatten in der Einführungsphase Gelegenheit, eine Arbeitsweise zu entwickeln, die die jeweiligen örtlichen Besonderheiten im Sendebetrieb erlaubt.

Einen völlig anderen Weg ging der OK Trier, der mit einem Aufwand von ca. 5.000 Euro ein Sendesystem Marke Eigenbau entwickelt hat. Der Sendeumfang ist in Trier allerdings erheblich geringer; es wird auch – zumindest zur Zeit noch – mit einer größeren Anzahl von Wiederholungen gearbeitet.

 

Der Markt für automatisierte Sendesysteme boomt. Bürgerfernsehsender in einigen Bundesländern wurden bereits mit unterschiedlichen Produkten ausgestattet, anderswo wird gerade über Beschaffungen nachgedacht. Die LfM in Nordrhein-Westfalen lud die dortigen Offenen Kanäle im Juni zu einer Präsentation ein; auch in Bremen soll demnächst eine Produktentscheidung fallen. Dem stehen eine wachsende Zahl von Anbietern gegenüber, die für ganz unterschiedliche Bedürfnisse Systeme bereit halten.

Author: Südwestpfalz-OK / Redaktion conneX
E-Mail: redaktion@connex-magazin.de

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