Zoomler bei den Jugendmedientagen 2004 in München

Vom 21. bis zum 24. Oktober 2004 fanden sich über 600 junge Medienmacher zwischen 15 und 27 Jahren in München ein, um an den dort stattfindenden Jugendmedientagen teilzunehmen. Unter ihnen befanden sich auch 7 Mitglieder der Jugendredaktion „Zoom“ des Offenen Kanals Ludwigshafen, die dem Event während einer langen und staureichen Anfahrt mit dem Bus gespannt entgegenfieberten.


Nachdem die Anmeldung der Zoom-Mitglieder ziemlich chaotisch verlief und nur unter größten telefonischen und e-mail-technischen Anstrengungen glückte, war die allgemeine Gemütslage durch den steten Gedanken „es kann nur besser werden“ geprägt. Doch leider wurde dieser Wunsch zunächst nicht erfüllt.

Die am Anreisetag vorgesehene Kinopremiere des Films „Schau mich an“ entpuppte sich für die Kerngruppe der 15- bis 18-Jährigen als eher ungeeignet. Zur späten Stunde von 0.30 Uhr französisches Programmkino im Original mit deutschem Untertitel zu zeigen, erscheint mir für eine solche Veranstaltung die falsche Wahl, auch wenn der Film in technischer und inhaltlicher Hinsicht sehr ansprechend war und sicherlich mehr positive Reaktionen verdient hätte.

Eröffnet wurden die Jugendmedientage am Freitag auf dem Münchner Messegelände, wo an diesem Tag die Medientage München, Europas größte Medienmesse, zu Ende gingen. An die Grußworte des Oberbürgermeisters Christian Ude und Karl Freller, Staatssekretär des Bayrischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, schloss sich eine Podiumsdiskussion an, die sich mit dem Motto der diesjährigen JMT – „Wissen ist Macht“ – befasste. Die Referenten, unter anderem Vertreter der Jugendpresse Deutschland, des Deutschen Presserates  sowie der Deutschen Journalistenschule, erörterten die Frage nach der „richtigen“ Journalistenlaufbahn – Quereinstieg vs. journalistische Ausbildung/ Studium – und gaben wertvolle Tipps an die Jugendlichen weiter. Das Fazit dieser Diskussion lässt sich wohl am Besten wie folgt beschreiben: Es gibt keinen „Königsweg“, um Journalist zu werden. Ein Studium ist ebenso wichtig wie die Praxis. Ein guter Journalist muss über ein ausgeprägtes Allgemeinwissen, über ein hohes Maß an Neugier sowie über gewisse soziale Kompetenzen verfügen. Der größte Appell an die Jugendlichen lautete daher: Informiert euch! Macht Medien! Knüpft Kontakte!

Für alle drei Aufforderungen boten die Medientage München und vor allem natürlich die Jugendmedientage die beste Plattform. Nachdem man sich an den Messeständen über alle nur denkbaren Medieninstitutionen informieren konnte und mit ausreichend Werbematerial eingedeckt hatte, ging es bei JMT-on-the-roads zu den verschiedensten Print-, Online-, Hörfunk und Fernsehredaktionen in München. „Zoom“ konnte bei der Redaktion von „Häfft“ sowie der Zeitschrift „Eltern“ hinter die Kulissen schauen und sich ein Bild von deren täglicher Arbeit verschaffen, was äußerst spannend und interessant war.
Nach diesem Sammeln von ersten Eindrücken war am Samstag Praxis angesagt. „Zoom“ war in den Workshops „Kameraführung“ und „Film machen“ vertreten und konnte dort bereits Bekanntes neu auffrischen sowie Neues dazulernen. Einzig negativ am Workshop „Kameraführung“ war die Tatsache, dass die benötigten Geräte nicht funktionsfähig ausgestattet waren und man kostbare Zeit mit dem Kaufen fehlender Kabel vergeuden musste.


Ein ähnliches Problem trübte auch die Abschlussveranstaltung am Sonntagmorgen. Die angekündigte Präsentation der einzelnen, in den Workshops entstandenen Werke konnte wegen technischer Unzulänglichkeiten leider nur bedingt realisiert werden. Solche Pannen sollten bei einer Medienveranstaltung wohl eher vermieden werden.
Doch trotz dieser kleinen und großen Hürden, die während der vier Tage überwunden werden mussten und die sich meist um das Organisatorische drehten, konnte „Zoom“ eine spannende und informative Zeit in München verbringen.
Abschließend soll gesagt sein, dass die Jugendmedientage eine wichtige und vor allem auch wertvolle Veranstaltung sind, da sie jungen Medienmachern eine einmalige Chance zum Austausch, zur Information und vor allem zum Kontakte knüpfen mit wichtigen Vertretern aus allen Medienbereichen bieten.

Author: Katja Mayer / Offener Kanal Ludwigshafen
E-Mail: katja.mayer@ok-lu.de

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