15 Jahre Sendebetrieb OK-Studio Rodalben

Am 17. Dezember 2004 sind es 15 Jahre, dass der OK-Sendebetrieb in Rodalben angelaufen ist. Damals war es Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel der den Startschuss zu diesem neuen Projekt in der Südwestpfalz gab. Mit dabei waren bei diesem Ereignis u. a. Landrat Hans Jörg Duppré, die damaligen Oberbürgermeister Karl Rheinwalt, Pirmasens und Werner von Blon, Zweibrücken. Direktor Dr. Reiner Hochstein (LPR) sprach damals vom so genannten „Westpfalzexperiment“.

Zuvor gab es große Vorbereitungen auf diesen Tag. Ein OK-Trägerverein wurde gegründet. Zum Vorsitzenden wurde im November 1987 Walter Danner gewählt, der in den Folgejahren maßgeblich für die Entwicklung dieses Projektes verantwortlich zeichnete.

Der Beschluss des Kreistages im Juni 1988 in Rodalben ein Zentrum für Medienarbeit und kreative Bildung einzurichten war ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Sendestart. Schließlich gab es erste Techniklieferungen durch die Landeszentrale für private Rundfunkveranstalter (LPR); Schulungsveranstaltungen im Technikbereich wurden durchgeführt und so der Sendestart vorbereitet.

Schließlich war es dann am 17. Dezember 1989 soweit und Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel gab den Startschuss zum Sendestart im vollbesetzten Sitzungssaal der Verbandsgemeinde, der an diesem Tag zu einem großen Fernsehstudio umgebaut war.

Jetzt wurden verstärkt Schulungsveranstaltungen, Kameraschulungen, Schulungen am Schnittplatz, Studioausleuchtung usw. angeboten. Bürgerinnen und Bürger der Region Pirmasens-Zweibrücken wurden so in die Lage versetzt, mit dieser damals neuen Technik umzugehen.

Schon bald bildeten sich Nutzergruppen, die erste im Jahre 1990, die Familie Bachmann, die heute noch mit ihrer wöchentlichen Sendung „AKKU“ regelmäßig Sendungen produziert. Sportsendungen, Magazinbeiträge, Kurzberichte über das aktuelle Geschehen in der Region folgten.

Der OK entwickelte sich weiter positiv. Anlässlich der Jubiläumssitzung zum 5-jährigen Bestehen stellte der damalige Direktor der LPR, Dr. Reiner Hochstein, fest, dass aus dem so genannten „OK-Westpfalz-Experiment“ mittlerweile ein „Westpfalz-Modell“ geworden sei.

Nach und nach wurde Personal zur Beratung und Unterstützung der OK-Nutzer eingestellt, 1992 kam ein Medienpädagoge hinzu. Hauptaufgabe des Medienpädagogen, der heute noch beim OK tätig ist, sind Schulprojekte und Projekte mit Kindergärten.

Ebenfalls im Jahre 1992 konnte der Ü-Wagen in Betrieb genommen werden. Einsätze vor Ort konnten nun noch besser wahrgenommen werden.

Seit 1997 ist der OK Ausbildungsbetrieb für Mediengestalter Bild und Ton. Sechzehn Auszubildende haben bisher erfolgreich ihre Ausbildung beendet.

Im April 2004 wurde im Studio Rodalben die automatische Sendeabwicklung in Betrieb genommen. Die jeweiligen Sendeblöcke werden ab dieser Zeit täglich viermal ausgestrahlt. Außerdem wird nun auch an Sonn- und Feiertagen gesendet.

Mit finanzieller Förderung der EU startete der OK, zusammen mit dem französischen Partner TV Cristal, Bitsch im Jahr 2000 ein grenzübergreifendes Fernsehprojekt mit der Bezeichnung
„Euroclick“. Wöchentlich wurden über zwei Jahre Filmbeiträge in deutscher und französischer Sprache produziert, die nicht nur in der Südwestpfalz und im Bitscherland ausgestrahlt wurden sondern auch im Bereich Vorderpfalz bzw. Kaiserslautern und Landstuhl


Durch das Projekt „Euroclick“ wurden viel versprechende Kontakte zwischen den Regionen Bitscherland und Südwestpfalz geknüpft. Diese galt es auszubauen und schließlich folgte im Januar 2004 ein weiteres EU-Projekt mit der Bezeichnung „Mosaik“ mit einem neuen Sendeschema. Noch intensiver und umfangreicher wird nun über das Geschehen in den beiden Regionen informiert. Die wöchentlichen  Sendebeiträge wurden zwischenzeitlich rheinland-pfalz-weit ausgestrahlt. Als Nebeneffekt: Eine gute Werbung für die beiden Regionen.

Heute ist der OK mit anderen Medienaktivitäten wie Bildstellenarbeit, Landesfilmdienst, Filmarchiv, LPR-Regionalbüro unter dem „Dach“ MKN (MedienKompetenzNetzwerk) Südwestpfalz eingegliedert. Dazu Landrat Hans Jörg Duppré: „Das MKN hat sich in der Zwischenzeit zu einem Informations-, Bildungs-, Kommunikationszentrum für alle Bürgerinnen und Bürger der Region entwickelt.“ Auch als Ausbildungsbetrieb, bisher wurden 16 Mediengestalter Bild und Ton ausgebildet, gab es eine positive Entwicklung. Hier sind zurzeit mit den Auszubildenden 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (13 beim OK, 10 beim MKN) beschäftigt.

Im Studio Rodalben wurden bis heute rund 17.000 Sendungen ausgestrahlt.

Author: Südwestpfalz-OK
E-Mail: nadine.gragert@swp-ok.de

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