Der Offene Kanal Ludwigshafen im Jahr 2004

*Mehr Sendezeit, mehr lokale Information
Seit der Automatisierung der Sendeabwicklung im Mai 2004 sendet der Offene Kanal Ludwigshafen eine tägliche Erstsendeschiene von drei Stunden, die im strikten 4-Stunden-Rhythmus 3 mal wiederholt wird. Durch verbesserte Auslastung konnte die Zahl der tatsächlichen Sendeminuten von Oktober 2003 auf Oktober 2004 nochmals um 10 % auf 19.300 gesteigert werden.
Durch die Einführung einer Magazinschiene, den Einsatz des neuen Medienmobils und die neue Programmgliederung hat der Offene Kanal Ludwigshafen 2004 den Sendeanteil lokaler Information weiter gesteigert.

*Übersichtlich: Spartentage und Sendeplätze
Seit 1. Mai 2004 haben die beliebtesten Programmsparten des Offenen Kanals – Reisen und Musik – ihre eigenen Tage; Sonntag resp. Mittwoch. Zwei weitere Spartentage (Montag und Donnerstag) sind lokalen Inhalten vorbehalten.
Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von wöchentlichen, regel-mäßigen Sendeplätzen.
Die Einrichtung von Spartentagen und Programmplätzen wird in Ludwigshafen modellhaft für Rheinland-Pfalz erprobt; ihre Übernahme in die neue Satzung der Landesmedienanstalt für Offene Kanäle geprüft. 
*Häufiger: Offener Kanal in der Öffentlichkeit
Der Offene Kanal erhält „messbare“ Zuschauerreaktionen nur dort, wo direkte Kontakte zu Stande kommen. Wo immer es möglich und – von der zu erwartenden Zielgruppe her – sinnvoll ist, präsentiert sich der Offene Kanal bei Anlässen wie der Ausbildungsmesse „Sprungbrett“ und dem „Aktionstag“ im Einkaufszentrum Walzmühle. Viele gute Kontakte entstehen auch überall dort, wo Drehteams des Offenen Kanals an der Arbeit sind oder das neue Medienmobil zum Einsatz kommt. 
*Erfolgreich: Ausbildung im Offenen Kanal
Im Offenen Kanal werden z. Zt. 2 Mediengestalterinnen Bild und Ton ausgebildet, nachdem Daniel Pubanz und Marco Guttenberger ihre Ausbildung im Juli 2004 erfolgreich beendet haben.

*Nachgefragt: Praktika und Schülerpraktika
20 junge Menschen absolvierten 2004 ein Praktikum im Offenen Kanal – als Vorpraktikum oder im Rahmen einer (z. B. Fachschul-)Ausbildung oder eines Medienstudiums.  Weitere 28 Haupt- und Realschüler, Gymnasiasten und  Gesamt-schüler waren zu einem meist zweiwöchigen Betriebspraktikum im Offenen Kanal.
*Verstärkt: Seminar- und Kursangebot
Ca. 40 Seminartage mit meist medienspezifischen Inhalten, daneben einige Kurse fanden 2004 im OK statt; wichtigste Partner waren dabei das Bildungszentrum BürgerMedien, der Bundesverband Jugend und Film und die Volkshochschule der Stadt Ludwigshafen.

*Neu: Radioschein
Der Radioschein löste 2004 als großes Seminarprojekt – wieder in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum BürgerMedien – den Fernsehschein ab. 16 Teilnehmer(innen) erfuhren an 7 Wochenenden unter der Leitung von Susan Jones und Ulrike Werner einen intensiven Einstieg in den Radiojournalismus.

*Etabliert: Jugendredaktion „Zoom“
Sommer 2003 fand sich eine Gruppe von 15 Jugendlichen, die inzwischen ihren eigenen Raum als Treffpunkt haben. Die Jugendredaktion „Zoom“ produziert Magazine und Call-In-Sendungen, besucht Medieneinrichtungen zwischen Mainz und München und wird dabei von der Medienpädagogin Gisela Witt und den Sozialpädagogen Tobias Wenzel resp. Katja Mayer betreut.

*Im Aufbau: Jugendmedienwerkstatt
Nicht nur um Fernsehen, auch um Film, Radio, Foto und Internet geht es im medienübergreifenden Seminarangebot der Jugendmedienwerkstatt im Offenen Kanal. Sowohl Ferienworkshops als auch Gruppenangebote sind hier integriert. Unterstützung leisten das Bildungszentrum, die Aktion Mensch und verschiedene Sponsoren.
*Rheinübergreifend: Girls Go Movie
Kooperationspartner bei dem Mädchenvideoprojekt „Girls Go Movie“ sind das Jugendkulturzentrum „Forum“ und die Jugendförderung der Stadt Mannheim. Ca. 30 beteiligte Gruppen werden ihre Videoprodukte 2005 in einem Mannheimer Kino und im Programm des Offenen Kanals präsentieren.

*Neu: Spaghettibande
Das Kindervideoprojekt mit Kultur Rhein-Neckar e. V. startete im Oktober 2004. Die 11- und 12-jährigen suchen mit Kamera und Mikrofon nach den „italienischen Seiten“ Ludwigshafens. 2005 wird das Projekt mit einem von der Firma SAP unterstützten Wettbewerb fortgesetzt.

*Treu: Seniorenvideogruppe
Im 14. Jahr ihres Bestehens wird die Seniorenvideogruppe von Herbert Baum betreut und von der Volkshochschule Ludwigshafen und vom Bildungszentrum BürgerMedien kofinanziert. Im Oktober 2004 wurde sie selbst Objekt einer Fernsehproduktion des Hessischen Rundfunks.
*Ausgeweitet: Kinderferienangebote
5 ganz unterschiedliche Sommerangebote hat der Offene Kanal 2004 durchgeführt; dafür wurde die Medienpädagogin Cara Bockenheimer verpflichtet. Einige Aktionen (z. B. im Rahmen von „Kids On Tour“) wurden im OK-Studio durchgeführt, andere außerhalb, z. B. auf dem Abenteuerspielplatz der Inselmühle in Obrigheim.

*Gewachsen: Das OK-Team
Am 1. November 2004 gehörten zum Team des Offenen Kanals
– der Leiter, zwei Auszubildende, eine Sozialpädagogin im Anerkennungsjahr und eine Langzeitpraktikantin in Trägerschaft der LPR,
– zwei Medienpädagoginnen in der Trägerschaft des Bildungszentrums Bürgermedien,
– eine Sendeabwicklerin (HzA) und eine Praktikantin im Freiwilligen Ökologischen Jahr, beide in Trägerschaft des Fördervereins Offener Kanal Ludwigshafen e. V..

*Regelmäßig: „MeMoTV“
Im Juni 2004 übergaben die Techniker der LPR dem Offenen Kanal ein neues „Medienmobil“, das Außenaufzeichnungen an fast jedem Ort der Region ermöglicht. Seitdem erfreut sich das Fahrzeug, das drei Kameras und eine Bild- und Tonregie transportiert, rasch wachsender Beliebtheit. Dutzendfach wurden damit bereits Tagungen, Vorträge, Konzerte und Theateraufführungen dokumentiert. Zu den Partnern gehören hier z. B. das Ernst-Bloch-Zentrum und das Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen. Das Fahrzeug hat einem Sendeplatz (montags um 17 Uhr) seinen Namen gegeben: MeMoTV. 

*Praxisorientiert: Ausbildungsredaktion „Fesch“
Das aus dem „Fernsehschein“ hervor gegangene Lokalmagazin „Fesch“ ist der journalistische und mediengestalterische Hauptlernort der Praktikanten im Offenen Kanal. Mindestens einmal im Monat greift das Magazin News und Themen aus dem Sendebereich auf.

*Verjüngt: Studiodienst
Die Öffnungszeiten und die Bedienung aller Anfragen, die Bearbeitung von Buchungen, die Ausgabe von Kameras und die Einweisungen an den Schnittplätzen liegen seit Anfang 2004 ausschließlich in den Händen der Auszubildenden und Praktikanten. Unter Anderem mit Hilfe eines Organisationsberaters wird angestrebt, dass die Qualität des „Kundendienstes“ weiter gewährt bleibt.

*Automatisiert: Die Sendetechnik
Die LPR machte dem Offenen Kanal Ludwigshafen im April ein großes Geburtstagsgeschenk: Ein System von Servern und Steuerungssoftware ermöglicht nicht nur „vernetzte Postproduktion“, sondern auch automatisches Senden. Sendebänder werden auf Festplatten aufgespielt und von dort zeitgesteuert auf Sendung gegeben. Der OK kann seitdem rund um die Uhr und an allen Tagen senden.

*Aufstrebend: Der älteste Offene Kanal wandelt sich!
2003 zählte der Offene Kanal 5.700 Besucher, 2004 stieg diese Zahl deutlich über 7.000. Der Offene Kanal Ludwigshafen belegt nicht nur damit seine Sonderstellung in Rheinland-Pfalz. Unter 28 Offenen Kanälen hat er auch den größten Sendeumfang und erreicht die meisten Zuschauer.
Am 1. Januar 1984 wurde der Offene Kanal im Rahmen des Kabelpilotprojekts gestartet. 1986 zog er vom Schlachthofgelände in die Prinzregentenstraße 48 im Hemshof. Seit 1987 wird er als einziger OK voll durch die Landesmedienanstalt LPR finanziert; Lizenzträger ist der „Förderverein Offener Kanal Ludwigshafen“. Im Jahre 2003 begann die umfassende Wandlung des Offenen Kanals zu einem lebendigen Lernort der Medienkompetenz, offen für Gruppen und Individuen. 

Author: Offener Kanal Ludwigshafen
E-Mail: mail@ok-lu.de

Kommentare sind geschlossen.