OKs in Hessen: Praktikantenerlebnisse

Gießen: Abschiede nach einem Jahr
Gleich zweimal hieß es im August im Offenen Kanal Gießen Abschied nehmen. Für Sanja Kokot, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert hatte, sowie für Dörte Wandel, die im gleichen Zeitraum als Praktikantin das OK-Team unterstützte, ging es „auf zu neuen Ufern“.
Sanja Kokot wird ab September an der Fachhochschule in Lemgo das Fachgebiet „Medienproduktion“ studieren, und Dörte Wandel wird sich beruflich in der Medienfirma ihres Lebensgefährten engagieren.
Obwohl beide als Neulinge im Medienbereich  zum OK gekommen  waren, hatten sie sich sehr schnell ins Tagesgeschäft eingearbeitet. Der Umgang mit Kamera und Schnittplatz bereitete beiden bald keine Mühe mehr, und durch ihre freundliche und aufgeschlossene Art waren sie eine wertvolle Unterstützung für den Mitarbeiterstab, für die Nutzer und für die Projektteilnehmer. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass viele Projekte im Offenen Kanal ohne ihre Hilfe weniger erfolgreich verlaufen wären. Dörte Wandel, die die meiste Zeit übrigens ohne Honorar arbeitete, war zudem als Urlaubsvertretung im Sekretariat aktiv.
Daneben drehten die beiden aber auch eigene Filme, z.B. eine Dokumentation über eine Senioren-Theatergruppe. Highlight war jedoch eine 20-minütige Lehr-DVD mit Tipps und Kniffen zu Kameraführung und Tontechnik, die künftig auch in Kursen des OK eingesetzt wird. So haben die beiden eine bleibende Erinnerung für das OK-Team hinterlassen, das noch einmal ganz herzlich „Danke!“ für eine schöne Zeit sagt.

 

Fulda: Film ab!
Morgens halb zehn in Fulda: mit einem kleinen Frühstück in der Hand und einem Lächeln auf den Lippen die Friedrichstraße hinunter zum OK schlendern und über den anstehenden Tag nachdenken … gleich am OK ankommen, von einem der Mitarbeiter mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“ die Tür geöffnet bekommen, einmal eine Runde durch die Büros drehen und alle begrüßen, kurz ein paar hilfreiche Tipps fürs nächste Projekt vom Chef abholen, anschließend in die Ausleihe, um Kamera, Stativ und Mikro zusammenzusuchen, und ab zum nächsten Drehtermin! – Ein Arbeitstag, der schon so beginnt, wie er werden soll: entspannt, fröhlich und abwechslungsreich.
Beim OK ist sowieso immer was los: Kinder eines Filmprojekts schwirren plappernd durch die Gänge, an den drei Schnittplätzen wird fleißig Filmmaterial bearbeitet, da schaut ein Fuldaer Bürger vorbei, um Filmausrüstung zu buchen oder abzuholen, und im Studio werden die Spots für die nächste Live-Show ausgerichtet. Das Arbeitsklima beim Offenen Kanal kennzeichnen Fröhlichkeit und Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Projekten, genauso wie Konzentration und Hilfsbereitschaft.
Meine letzten Wochen im OK waren prall gefüllt mit Recherche, Planung, Dreh, Schnitt und vor allem einem: einfach nur zuschauen und lernen! Hatte ich zuvor noch nie wirklich eine Kamera in der Hand gehalten (geschweige denn einen Film geschnitten), so war hier die Möglichkeit, erstmals in die Praxis des Filmemachens einzutauchen und den Profis über die Schulter zu schauen. Am kommenden Freitag wird sich meine Praktikumszeit nun dem Ende zuneigen, und das Fazit, das ich, Annika Weiß, aus dem Erlebten ziehe, lautet: Viel gelernt, nette Menschen getroffen und vor allem: einen ersten eigenen Film gedreht!

Author: Praktikanten hessischer Offener Kanäle
E-Mail: redaktion@connex-magazin.de

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