Little Stre-poly – STadtRandErholung in Ludwigshafen

In „little Stre-poly“,der STadtRandErholung in Ludwigshafen, können Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren ihre Sommerferien verbringen. In allerlei Workshops, wie Malerei, Schreinerei oder Aikido tobten sie sich aus und lernten spielerisch wie z.B. eine Hütte gebaut wird. Gleich an meinem ersten Praktikumstag machte ich im Rahmen dieses Freizeitangebots Bekanntschaften mit sechs Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren. Ich half der Teamerin Katherina Oswald bei einem dort angebotenen Video-Workshop.

Die Kinder begrüßten mich sehr nett. Beim Schwimmen, dem täglichen Zusatzprogramm, lernte ich sie etwas kennen: Verena, mit der lauten Stimme, der kleine Luka und die anderen, die alle einmalig sind.


Der Workshop war bereits voll im Gange. Dadurch hatten die Kids schon einige Dinge von Katherina gelernt, z. B. wie das Stativ aufgebaut und die Kamera geführt wird. Das Ziel war, am Ende von zwei Wochen Stadtranderholung den Eltern und anderen Interessierten eine Art Nachrichtensendung zu zeigen. Also gaben die Kinder ihrem Sender den Namen K-TV (Kinder-TV) und nannten ihre Sendung Stre-magazin (STadtRandErholung-Magazin).
Ganz professionell saßen die kleinen Moderatoren Verena und Steffi hinter einem Tisch, vor einer Wand mit der Aufschrift „K-TV“. Man hörte von Katherina oder mir immer wieder den Satz: „Verena, Steffi, noch mal bitte.“ Oder: „Alex, nicht so nah ranzoomen!“ Trotz des vielen Gekichers und Rumgetobe kamen einige gute Aufnahmen zustande und am Ende waren wir sehr stolz auf unsere Schüler. Fast in jedem Workshop auf dem Platz quetschten sie Teilnehmer aus und filmten. Anfangs hatten sie noch etwas Probleme, denn was für Fragen sollten sie überhaupt stellen? Da diese spontan überlegt wurden, kam es öfter zu etwas längeren und ungewollten Sprechpausen innerhalb der Interviews.
Eine Frage bekamen wir immer von den anderen Kindern gestellt: „Kommt das ins Fernsehen?“ Als sie dann hörten, dass das Magazin im Offenen Kanal in Ludwigshafen ausgestrahlt wird, wollte plötzlich jeder ins Bild. Manchmal mussten die „Reporter“ sogar sieben Leute auf einmal interviewen, da alle mal gesehen werden wollten.


Leider hatten wir mit einigen Problemen zu kämpfen, denn der mobile Schnittcomputer streikte irgendwann. Stand jemand in der Nähe des Technikwagens, so konnte er des Öfteren aus dem Inneren laut fluchende Stimmen hören. Schließlich mussten wir mit dem Schnitt in den Offenen Kanal umziehen. Dort konnten wir dann alles problemlos in den Schnittcomputer übertragen. Am Donnerstagmittag fingen wir an, das Material zu schneiden. Wir verbrachten den ganzen Abend bis ein Uhr nachts im Offenen Kanal, um das Magazin fertig zu bekommen. Die Zeit verflog aber rasch, da es sehr lustig und amüsant war, die Tage auf dem Bildschirm noch einmal Revue passieren zu lassen. Das brauchbare Material schnitten wir dann zu einem Film zusammen und legten noch etwas Musik in den Hintergrund.


Leider konnten wir beide, Katherina und ich, freitags bei der Vorstellung des Magazins beim abschließenden Elterntag der Stadtranderholung nicht mehr dabei sein. Aber ich denke doch, dass es den Kindern sehr gut gefallen hat. Mir persönlich hat es viel Spaß gemacht und ich hab auch einiges dazu gelernt. Vergessen werde ich „meine“ Kinder nicht.

Author: Mareike Binz, Praktikantin im Bildungszentrum BürgerMedien
E-Mail: praktibzbm@lmk-online.de

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