TV Münster baut Brücke zwischen China und Deutschland

Der Offene Kanal „TV Münster“ unterstützt als Bürgermedium mit seinem Programm seit Sendebeginn auch diejenigen gesellschaftlichen Gruppen in Münster, deren Anliegen in der öffentlichen Meinungsbildung meist nur wenig Berücksichtigung finden. So gibt es bei TV- Münster beispielsweise ein deutsch-chinesisches Magazin. Die Leiterin und eine Reporterin dieses Programms, Jun Zhou und Jin Zhou, sind in ihrer Funktion nun zu zahlreichen Konferenzen in China eingeladen worden und erhielten die Gelegenheit, TV-Münster und das deutsch-chinesische Programm vorzustellen sowie verschiedene wichtige chinesische Persönlichkeiten zum deutsch-chinesischen Verhältnis zu interviewen und die Möglichkeiten eines engeren Kontaktes, vor allem in dem Bereich der Medien und der Bürgermedien, zu besprechen. Besonders erwähnenswert ist in dieser Hinsicht sicherlich das Interview mit dem Mitglied des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas und Ministerpräsidenten der Provinz Hubei, Herr Yu Zheng Sheng. Herr Yu war von dem Erfolg des Dokumentarfilms „Hans in Wuhan“ der beiden TV-Münster-Mitarbeiterinnen in China sehr beeindruckt und sprach über die Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit zwischen Hubei und Deutschland. Er sicherte sogar seine persönliche Unterstützung für gemeinsame Projekte zu. Viele Zeitungen und andere Medien berichteten ebenfalls über den Film und über die Arbeit von Jun Zhou und Jin Zhou. Dabei stand TV Münster stets im Mittelpunkt des Interesses und erweckte auch die Aufmerksamkeit eines amerikanischen Senders, der sich für eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Bürgermedien interessierte.


Die Aktivitäten, an denen Jun Zhou und Jin Zhou in ihrer Heimat teilnahmen, waren äußerst vielseitig:
– Vom 22. August bis zum 2. September wurde bei verschiedenen Besprechungen mit TV-Peking und dem chinesischen Kulturministerium über mögliche Kooperationen in der Zukunft gesprochen.
– Vom 11. bis 14. September nahmen die beiden Journalistinnen in Wuhan an der „Dritten globalen chinesischen Medienkonferenz“ teil. Mehr als 600 Vertreter nationaler und internationaler chinesischer Medien, vor allem Direktoren, Geschäftsführer und Herausgeber, debattierten auf der größten Konferenz dieser Art in China über die Zukunft der chinesischen Medien. Nachdem der Film „Hans in Wuhan“ gezeigt wurde, bekamen Jun Zhou und Jin Zhou von allen Seiten ein ausgesprochen positives Echo. Die Regierung der Provinz Hubei lobte den Film als ausgezeichnet, um das Bild Hubeis in der Welt zu präsentieren; weiterhin folgten zahlreiche Interviews und Berichte über den Film und dessen Autorinnen, unter anderem in der Chang-Jiang Tageszeitung, den Wuhan Abendnachrichten, TV-Wuhan, Wuhan-Netz, Jiangsu Nachrichten Netz usw. So wurden die beiden dann auch zu verschiedenen Konferenzen als Referentinnen eingeladen und ihr Artikel „Hans in Wuhan“ in die Dokumentation der Konferenz aufgenommen. Während des Kongresses war TV-Münster der zentrale Diskussionspunkt, denn das chinesische Magazin, das dort gesendet wird, gilt als erstes chinesisches Programm im Ausland überhaupt. Dementsprechend zeigte sich auch der Bürgermeister Wuhans hocherfreut über den Dokumentarfilm.
– Im Rahmen des „Globalen Chinesischen Forums 2005“ (15.-18. September) waren Jun Zhou und Jin Zhou Gäste der Yangcheng Abendnachrichten in Guangzhou und des Vereins der Auslandschinesen in der Provinz Guangdong. Auch hier erregte der Film „Hans in Wuhan“ große Aufmerksamkeit, was wiederum zu zahlreichen Interviews mit lokalen Zeitungen und Fernsehsendern führte.
– Gleich im Anschluss wartete schon die nächste Konferenz auf Jun Zhou und Jin Zhou. Diesmal waren sie Gäste der „Spitzentechnologie-Konferenz Hefei“ in Hefei, der Hauptstadt der Provinz Anhui. Hier bot sich die Möglichkeit, Unternehmer, Wissenschaftler und lokale Führungspositionen zum deutsch-chinesischen Verhältnis und Möglichkeiten einer neuen Zusammenarbeit zu befragen.
– Anfang Oktober waren die Journalistinnen eingeladen, den chinesischen Nationalfeiertag in Peking zu verbringen; dort wurden sie von Pekings Bürgermeister und dem Parteisekretär empfangen, die beide voll des Lobes für die Arbeit Jun Zhous und Jin Zhous waren.
– Nach zahlreichen Nachfragen und aufgrund des großen Interesses, das den beiden in der Öffentlichkeit entgegengebracht wurde, kam es dann am 8. November zu dem bereits erwähnten Interviewtermin mit Herrn Yu Zheng Sheng. In dem ungewöhnlich langen Interview über anderthalb Stunden sprach Herr Yu über die Möglichkeiten zukünftiger Zusammenarbeit zwischen der Provinz Hubei und Deutschland. So thematisierte Herr Yu nicht nur den Film „Hans in Wuhan“, sondern er äußerte auch seine Hoffnung, dass kleine und mittlere Betriebe aus Deutschland Hubei besuchen sollten, damit es in Zukunft auch auf diesem Gebiet zu einer Zusammenarbeit kommen könnte. Aus diesem Filmmaterial soll ein sicherlich spannender Bericht für TV-Münster entstehen.

 

All die Arbeit führte letztlich dazu, dass der Ministerpräsident der Provinz Hubei und Institutionen aus mehreren Regionen eine deutsche Delegation eingeladen haben, im Mai 2006 Hubei zu besuchen. Jun Zhou und Jin Zhou wurden damit beauftragt, eine Delegation mit 30 Vertretern europäischer Medien zu organisieren. Dort sind sie Gäste der Provinz Hubei Das Ziel soll sein, durch diesen Besuch den Kontakt zwischen europäischen Medien und denen Hubeis aufzubauen und eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zu ermöglichen.
Jun Zhou und Jin Zhou haben durch ihren Einsatz also nicht nur TV-Münster als Bürgersender in China bekannt gemacht und zu einem guten Ruf verholfen, sondern haben vor allem erste Grundlagen geschaffen für eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen chinesischen und europäischen Medien.

Author: TV Münster
E-Mail: geschaeftsfuehrung2@bennohaus.info

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