Wolfgang Hahn-Cremer gestorben

Wolfgang Hahn-Cremer, viele Jahre Vorsitzender der Medienkommission der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und zuletzt als Geschäftsführer der LfM Nova für die Vorbereitung und Durchführung des medienforum.nrw 2006 verantwortlich, ist in der Nacht zum 4. März 2006 plötzlich und unerwartet im Alter von 57 Jahren in Bochum gestorben.

Hahn-Cremer war von Mai 1987 bis Dezember 2005 Mitglied der Medienkommission, davon seit 1999 ihr Vorsitzender. Im Dezember 2005 hatte er die Geschäftsführung der LfM Nova übernommen. Bis Dezember 2005 war Hahn-Cremer Vorsitzender des Aufsichtsrates der Filmstiftung NRW und bis zu seinem Tode Vorsitzender des Aufsichtsrates des Europäischen Zentrums für Medienkompetenz (ecmc) sowie des Bildungszentrums Bürgermedien. In den Jahren, in denen die LfM Vorort der Landesmedienanstalten war (1999 – 2003), hatte Hahn-Cremer auch den Vorsitz der Konferenz der Gremienvorsitzenden inne.

Die Vorsitzende der Medienkommission, Frauke Gerlach, ihre Stellvertreterin und Vorsitzende des Aufsichtsrates der LfM Nova GmbH, Christiane Bertels-Heering, die Vorsitzende des Medienrates, Christiane von Wahlert, und der Direktor der LfM, Norbert Schneider, würdigten gemeinsam die Verdienste, die sich Wolfgang Hahn-Cremer um einen freien und unabhängigen Rundfunk erworben hat:


„Sein Name ist vor allem mit dem Auf- und Ausbau des Lokalfunks in NRW eng verbunden. Wolfgang Hahn-Cremer hat sich aber ebenso erfolgreich um die Entwicklung von Medienkompetenz auf allen Ebenen, von schulischen Projekten bis zur Einrichtung des Bürgerfunks und der Offenen Kanäle, bemüht. Sein Interesse an den technischen Entwicklungen der Medien hat die Landesanstalt für Medien gerade auch auf diesem Feld zu einer ersten Adresse in Deutschland gemacht. Besonders engagiert war Wolfgang Hahn-Cremer bis zuletzt auch in Fragen der Filmförderung.

Sein Bemühen als Vorsitzender galt geduldig und unverdrossen der Herstellung von Gemeinsamkeit. Er hat, als eine unbestrittene Autorität in den Fragen der Regulierung, die divergierenden Standpunkte, im Land und in der Gemeinschaft der Landesmedienanstalten, zusammen geführt und damit dazu beigetragen, dass die Rolle der Medienaufsicht in Deutschland fortentwickelt und die Position der Landesanstalt für Medien im Besonderen klar und verlässlich wahrgenommen werden konnte. Er hat, was ihn besonders ausgezeichnet hat, die Sache vor die Personen und vor allem auch die eigene Person gestellt. Sein Handeln war jederzeit menschlich. In seinem Engagement bleibt er ein Vorbild.

Wir verlieren einen Freund und einen Ratgeber. Wir verlieren einen Menschen, der dem Ehrenamt Ehre gemacht hat. Wir werden ihn nicht vergessen.“

Author: LfM NRW
E-Mail: pwidlok@lfm-nrw.de

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