„Erinnerung und Zukunft“ – Münster ist dabei

Erfreuliche Nachrichten für Münster. Die Stiftung „Erinnerung und Zukunft“ in Trägerschaft des Vereins Mit Ost e.V.  in Berlin fördert das Projekt „Europeace“ des Bürgermedienzentrums Bennohaus.


Der AK Ost e.V. als Träger des Bennohauses hatte bei dem ausgeschriebenen internationalen Schul- und Jugendwettbewerb „Frieden für Europa- Europa für den Frieden“ teilgenommen und Fördermittel eingeworben.
Mit dem Förderschwerpunkt „Zwangsarbeiter und andere NS-Opfer – Zeugen ihres Schicksals“ erhält jetzt der AK-Ost e.V. die Zuweisung und Unterstützung für die Erstellung eines Filmmusicals zu „Biographien älterer Menschen für den Frieden“ von deutschen, israelischen und polnischen Jugendlichen.


Projektpartner sind neben dem Bennohaus die Nowy Staw Stiftung in der Partnerstadt Lublin (Polen) und die „Revivim“ Highschool in der Partnerstadt Rishon le Zion (Israel).
Schon seit dem Jahr 2000 gibt es einen regen Jugendaustausch zwischen Jugendlichen und älteren Bürgern aus den drei Partnerstädten im Rahmen von Jugendmediencamps und anderen Begegnungen.


Dabei entstand folgende Idee:
Jugendliche aus den drei Partnerstädten wollen Geschichten und Lebensläufe von israelischen, polnischen und deutschen Menschen im Alter von 70 Jahren aufwärts als biographische Filmdokumentation festhalten und mit traditionellen musikalischen Elementen der jeweiligen Länder verbinden.
Die Menschen, deren Geschichten erzählt werden, haben nicht nur Schicksale während des Krieges als Zeitzeugen erlebt, sondern haben sich nach dem Krieg auch aktiv für den Frieden eingesetzt.


Das Gesamtwerk wird als Videofilm produziert und im Internet, bei öffentlichen Aufführungen und im lokalen Bürgerfernsehen verbreitet. Ebenso wird es als DVD erhältlich sein.


Im April treffen sich die Projektverantwortlichen aus den drei Partnerstädten im Rahmen eines internationalen Jugendmediencamps. Bei einem zweiten Mediencamp im Sommer werden bereits Teilergebnisse präsentiert. Im Oktober diesen Jahres wird es eine öffentliche Aufführung der Produktion in Rishon le Zion in Israel geben.
Der Geschäftsführer des Bennohauses ist sehr glücklich über die Bewilligung durch die Stiftung und ist sich der Verantwortung sehr bewusst. Dr. Musholt: „Das Projekt lässt Geschichte durch Erinnerung lebendig werden und weist der jungen Generation unserer Partnerstädte einen Weg aus der Vergangenheit in die Zukunft, indem sie gemeinsam die Gegenwart gestalten!“
Dr. Musholt hofft trotz der drohenden Mittelkürzung durch die Politik auf Unterstützung durch die Stadt Münster.
„Ich bin mir sicher, wir werden einen Weg zur Finanzierung der einzubringenden Eigenleistung bei diesem Projekt finden.“

Author: Bürgermedienzentrum Bennohaus Münster
E-Mail: geschaeftsfuehrung2@bennohaus.info

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