Münster: Jugendliche filmen Lebensverläufe

Unter Anleitung von Medienpädagogen produzieren Jugendliche unterschiedlicher Schulformen Videofilme zum Thema „Lebens(ver)läufe“. Sie gestalten biographische Videodokumentationen über Menschen mit Migrationshintergrund und über Menschen, die sich für den interkulturellen Dialog aktiv engagieren.


Das neue Projekt „Lebens(ver)läufe – Biografische Spurensuche als Weg zum respektvollen Miteinander“ wird in Kooperation mit der LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. in Duisburg  durchgeführt. Die Aktionen des Bennohauses gehören zu den insgesamt acht medienpädagogischen Unterprojekte, die in verschiedenen Einrichtungen NRW-weit durchgeführt werden. Ziel ist es, Jugendliche für die Thematik Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und alltägliche Gewalt zu sensibilisieren.


Zur Zeit arbeiten 30 Jugendliche aus den Partnerstädten Lublin (Polen), Rishon Le Zion (Israel) und Münster im Bennohaus an einer die musisch -kulturellen  Filmdokumentation. Sie haben sich mehrere Wochen intensiv mit jüdischen Zeitzeugen des 2. Weltkriegs  befasst und biographische Filmdokumentationen über Holocaust – Überlebende erstellt. Im Dialog mit der Kriegsgeneration sie der Frage nachgegangen, welche Lehren aus dem Zweiten Weltkrieg gezogen werden können und wie heute Friedensarbeit geleistet werden kann. Zu den Filmbiographien der Zeitzeugen haben die Jugendlichen auch Lieder getextet und Bilder gestaltet, die zur Aufführung gebracht werden. Die multimediale Präsentation wird von den Jugendlichen selbst organisiert und vorgeführt. Sie wird im Offenen Kanal TV Münster und im Internet gezeigt.


In den nächsten drei Monaten folgen weitere Filmarbeiten münsteraner Schüler unterschiedlicher Schulen. Anhand individueller Biographien lernen die Schüler die jeweiligen persönlichen Hintergründe kennen und verstehen. So wird Geschichte und politische Bildung in lebendigen Formen erschlossen. Die Jugendlichen setzen sich intensiv mit unterschiedlichen kulturellen, ethnischen und religiösen Überzeugungen auseinander. Dabei steht die Selbstorganisation und Mitbestimmung der Jugendlichen im Vordergrund. Eine Endpräsentation findet im Dezember in Duisburg statt.


Unterstützt wird das Projekt von „entimon“, Teil des Aktionsprogramms „Jugend für Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Author: Bürgermedienzentrum Bennohaus Münster
E-Mail: geschaeftsfuehrung2@bennohaus.info

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