Gründung des BVBAM in Bremen

Gründung des BVBAM in Bremen

 

In Bremen hat sich der Dachverband aller Bürger- und Ausbildungsmedien in Deutschland gegründet, um sie zukunftssicher politisch zu verankern und inhaltlich gemeinsam weiterentwickeln zu können.

 

Dem Bundesverband (BVBAM) gehören 27 Gründungsmitglieder an.  Dazu zählen Nichtkommerzielle Lokalradios, Aus- und Fortbildungskanäle, Hochschulradios, Campusradios und Landesverbände.

 

Zum Vorsitzenden wurde Georg May (Trägerverein h1 Hannover) gewählt.
Der stellvertretende Vorstand setzt sich aus -Prof. Nathalie Singer (Experimentelles Radio / Bauhaus-Universität Weimar) -Tanja Zimmer (Offener Kanal Flensburg), -Werner Eggert (TIDE – TV und Radio, Hamburger Bürger- und Ausbildungskanal) sowie -Mathias Buss (Radio LOTTE Weimar) zusammen.

 

In seiner Antrittsrede unterstrich Georg May die Rolle der Bürger- und Ausbildungsmedien: „Investitionen in Bürgermedien sind sehr gut angelegtes Geld, denn sie bringen einen großen Gewinn für die Demokratie.
Deshalb ist die Gründung des Bundesverbands Bürger- und Ausbildungsmedien heute so wichtig. Er soll den Bürgermedien das Gewicht geben, das sie, im Interesse unserer Gesellschaft, seit mehr als 20 Jahren haben sollten. Der Weg dahin ist lang und sicher schwierig, aber wir dürfen nicht noch länger zögern – wir werden dringend gebraucht.“

 

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung wurde die „Bremer Bürgermedien-Erklärung“ verabschiedet. Sie fordert von der Politik, dem Gesetzgeber und den Landesmedienanstalten die erbrachten Leistungen anzuerkennen und die Arbeit der Bürger- und Ausbildungsmedien in Deutschland nachhaltig abzusichern.

 

Nähere Informationen unter www.bvbam.de

und über Georg May (Vorsitzender)
Tel: 0170 / 2922502
georgmay@bvbam.de
Foto:

Der neue Vorstand des bv bam (v.l.n.r.): Werner Eggert, Nathalie Singer, Mathias Buß, Tanja Zimmer, Georg May (1.Vors.)

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„Bremer Bürgermedien-Erklärung“
verabschiedet auf dem BVBAM-Gründungstreffen am 2. November 2007 in Bremen

 

In Deutschland hat sich in mehr als 20 Jahren eine der vielfältigsten Bürgermedienlandschaften Europas entwickelt. Offene Fernseh- und Hörfunkkanäle, nichtkommerzielle und Freie Radios, Campusradios, Hochschulfunk und Lernradios, Aus- und Fortbildungskanäle und unterschiedliche Ausprägungen von lokalem Bürgerrundfunk bilden einen dritten Mediensektor, dessen Bürgernähe und gemeinnütziges Wirken auf dem Feld der Medienbildung
sich klar von öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Rundfunkveranstaltern abheben.

 

Um das politische Gewicht des dritten Mediensektors zu erhöhen, hat sich am 2. November 2007 in Bremen der „Bundesverband Bürger- und Ausbildungsmedien“ (BVBAM) gegründet. Sein Hauptziel ist die gemeinsame Vertretung der Interessen der Bürgermedien unter einem Dach.

Bürgernähe ist in den Bürger- und Ausbildungsmedien nicht theoretischer Anspruch, sondern Programmpraxis. Die Leistungen, die die Bürger- und Ausbildungsmedien im Bereich der regionalen Information, der praktischen Medienbildung und der Medienerziehung erbringen, werden in vergleichbarer Qualität und Breite von keiner anderen Einrichtung in Deutschland erbracht. Leistungen, die erst durch das ehrenamtliche Engagement vieler Tausender Freiwilliger möglich werden.

 

Der BVBAM fordert von Politik, Gesetzgeber und Medienanstalten diese Leistungen anzuerkennen und die Arbeit der Bürger- und Ausbildungsmedien in Deutschland nachhaltig abzusichern, durch
o eine aufgabengerechte finanzielle Förderung und angemessene Beteiligung bei Erhöhungen
der Rundfunkgebühr,
o Berücksichtigung bei der Digitalisierung der Distributionswege und der Programmoberflächen,
o Entwicklungsmöglichkeiten der Bürger- und Ausbildungsmedien auf neuen Verbreitungsplattformen,
o Ausbau und Erhöhung der Zahl der Bürgermedienprojekte in Deutschland.

 

Alle Bürger- und Ausbildungsmedien, die den BVBAM in diesen Zielen unterstützen, sind eingeladen, dem Verband beizutreten und aktiv mitzugestalten.

Mehr Informationen: www.bvbam.de

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Author: Georg May
E-Mail: georgmay@bvbam.de

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