OK-TV-Tag 2008 in Andernach

OK-TV gehört in Andernach einfach dazu

Mittelrheinhalle Andernach war Austragungsort des diesjährigen OK Tages der Rheinland-Pfälzischen Offenen Kanäle

 

Das Motto „lokal fernsehen“ ließ erraten, dass sich am Tag der Offenen Kanäle (TOK) eine Veranstaltung der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) in Andernach fast alles um das lokale Medium drehte. Aber nur fast. Denn neben dem Medium stand auch der Andernacher OK-Trägerverein im Mittelpunkt des Geschehens. Alte OK-Hasen und junge Mitglieder traten in einheitlichen Shirts auf. Mit Kamera und Mikro bewaffnet machten sich die Hobby-Fernsehmacher auf Stimmenfang, hielten Vorträge, Workshops und Events mit der Kamera fest. Auch die Jugendredaktion des Offenen Kanal Andernach war fleißig am Werk. Ohne Scheu nahmen die 11- bis 14-jährigen Medien-Teenies die Besucher auf und zogen mehrere interessante Interviews an Land und man spürte sie waren mit Leib und Seele in ihrem Element.


Andernachs Oberbürgermeister Achim Hütten, selbst Mitglied im OK-Trägerverein, wies in seiner Begrüßungsrede auf die wichtige Rolle des OK-TV in Andernach hin. Besonders hob er die bisherigen Live-Übertragungen der Bürgerversammlungen der Stadtverwaltung hervor und hat somit die Wichtigkeit des Offenen Kanals in der Rhein-Stadt verdeutlicht. 1993 sendete der OK die erste Bürgerversammlung live aus dem OK-Studio Rote Schule. Bereits ein Jahr früher, an Fastnacht 1992, übertrug der OK den Rosenmontagszug zum ersten mal live und ist seit dem nicht mehr aus dem Andernacher Karnevalsleben weg zu denken.


Auch Alfons Wolff, Vorsitzender des Vereins, zählte freudig in seiner Begrüßungsansprache die Errungenschaften des Andernacher Bürgerfernsehsenders auf.  „Andernach ohne den OK ist nicht mehr denkbar“ besonders nicht ohne seine vielen ehrenamtlichen Mitstreiter, so Wolff. Er bedankte sich bei allen OK-Vereinsmitgliedern und Produzenten, dass sie seit 15 Jahren dem OK treu geblieben sind. Sein besonderer Dank galt all denen die schon seit der ersten Stunde dem Verein ehrenamtlich tätig und treu verbunden sind und trotz der zurzeit internen Umstrukturierung der Vereinsverwaltung bei der Stange bleiben. Sein Dank galt auch der Jugendredaktion und deren Betreuerinnen die sich seit über einem Jahr jeden Mittwoch im OK-Studio zu eigenen Fernsehproduktionen treffen.


Harald Zehe, stellvertretender Direktor der LMK, hob in seiner Rede die momentanen Digitalprobleme bedingt durch die Sendetechnik besonders hervor und versprach baldige Verbesserung der Sendequalität unter der zurzeit einige Offenen Kanäle zu leiden haben, so auch der Offene Kanal Andernach.
Trotz technischer Probleme, die in der letzten Zeit wegen der digitalen Umstellung oft auftraten, trotz anderer Widrigkeiten, trotz aller nach außen nicht zu sehender internen Arbeit im OK-Sender, der OK-Andernach bleibt am Ball, und die Andernacher Bürger und Bürgerinnen stehen hinter ihrem lokalen OK-TV, so Otto Kaiser, stellv. Vorsitzender.


Die Offenen Kanäle haben sich halt seit ihrer Entstehung zu einem „richtigen“ und ernst zu nehmenden Medium gemausert, auch wenn sie fast „nur“ von Ehrenamtlichen geleitet werden und die Produzenten Laien sind.


Auf der regionalen und lokalen Ebene wird der OK-TV öfters mal als Konkurrenz angesehen. Aber Konkurrenz belebt das Geschäft. Dies glaubt auch Dieter Lintz, leitende Redakteur der Trierer Zeitung. In  seinem Vortrag „OK-TV- Konkurrenz oder Ergänzung der Lokalzeitung“  zeigt Lintz am Beispiel von Trier auf, dass es auch anders geht. Dort gibt es seit Jahren eine Zusammenarbeit zwischen dem OK Tier und der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“.  Dieter Lintz führte eine „Fülle von exzellenten Kooperationen“ zwischen Print und OK-TV an. In der Moselstadt blendet der OK54 in beitragslosen Sendezeiten die aktuellen lokalen Nachrichten des Trierischen  Volksfreunds ein. Ein Arrangement, das beiden Seiten zu Gute kommt.  Der OK bleibt aktuell und die Zeitung „hat eine Chance sich bei den OK-Zuschauern als Nachrichtenmedium in Erinnerung zu bringen“, so der Redakteur.  Eine win-win-Situation für beide Partner.


Neben Vorträgen und Workshops genossen die etwa 200 Gäste die tolle Atmosphäre in der Mittelrheinhalle. Bei leckeren Essen und einem Gläschen Wein haben sich die ehrenamtlichen OKler ausgetauscht, Probleme diskutiert und neue Ideen entwickelt.

 

Höhepunkt des Tages war die Verleihung des OK-Förderpreises. Der wurde diesmal an zwei Produzenten vergeben. Den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis heimste Denis R. Duncker (OK-TV Trier) für seinen Beitrag „Karl Marx und das Schokogeheimnis“ ein.  Der zweite Preis in Höhe von 1000 Euro ging an Christian Wedel und Florian Preßmar aus Mainz.


Ein Bericht über den OK-Tag strahlt der OK-TV in Kürze aus (siehe Programm-Vorschau). Weiter Informationen und Fotos vom OK-Tag finden Sie im Internet unter www.ok-andernach.de

Author: Pressestelle OK-TV Andernach
E-Mail: buero@ok-andernach.de

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