MOK Offenbach/Frankfurt: „Die Vergessenen dieser Welt“

„Die Vergessenen dieser Welt“
100. Folge von Nachrichten, Analysen & Kommentaren zur Weltpolitik

 

Am 2. Oktober 2008 Punkt 18:55 Uhr ist es soweit. Im Rahmen der Sendereihe „Stefans Kunst- und Kulturecke“ strahlt der Offene Kanal Offenbach/Frankfurt (OK) die 100. Folge von „Die Vergessenen dieser Welt“ aus.
Die zehnminütige Sendung, die stets am Donnerstagabend im Programm des OK läuft, informiert den interessierten Zuschauer über nationale wie weltpolitische Ereignisse. „Das besondere an der Sendung ist“, so Produzent Stefan Kytzia, „solchen politischen Themen ein Forum zu bieten, die in Sendungen der öffentlich-rechtlichen und privat-wirtschaftlichen TV-Sender eher verschwiegen – also ‚vergessen‘ werden. Darüber hinaus trägt das TV-Format auch zu einer ausgewogenen Berichterstattung bei. Es beleuchtet so manche ‚heiße Eisen‘ der Weltpolitik von einer anderen Seite. Dadurch wird der Zuschauer zu eigenständiger Reflexion angeregt.“

Die erste Folge von „Die Vergessenen dieser Welt“ strahlte der OK am 17. August 2006 aus. Im Rahmen der Sendung „Stefans Kunst- und Kulturecke“, die er seit dem Sommer 2000 regelmäßig produziert, griff Kytzia immer wieder politische Themen auf. Der Libanon-Krieg im Jahr 2006 veranlasste ihn dann endgültig zur Produktion einer reinen Nachrichtensendung mit dem Untertitel „Die Vergessenen dieser Welt“. Zusammen mit seiner Produktionspartnerin Sima Kassaie, Soziologin und ehemalige Mitarbeiterin des Offenen Kanals, recherchiert und produziert er seither wöchentlich eine Sendung, die aus dem Programm des Offenen Kanals nicht mehr wegzudenken ist.

Die Macher der Nachrichtensendung betrachten ihre Produktion als einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Auf- und Ausbau demokratischer Strukturen. Sie begrüßen grundsätzlich die Erhaltung und Weiterentwicklung gesellschaftlicher und für den andauernden Demokratisierungsprozess notwendiger Initiativen und Einrichtungen, wie zum Beispiel die der Offenen Kanäle. Diese hatten sich zu Beginn der 1980er Jahre auf die Fahnen geschrieben, jeder Bürgerin und jedem Bürger eine demokratisch organisierte Plattform zur freien Meinungsäußerung anzubieten. Seither fungieren sie, neben ihrem wichtigen Auftrag, Kinder und Jugendliche in ihrer Medienkompetenz zu fördern, als „Vehikel für eine Regulierung von unten“. Seit Bestehen des OK Offenbach/Frankfurt nutzten viele tausend Bürgerinnen und Bürger dieses Angebot: In bislang fast zwölf Sendejahren haben 14.455 Bürgerproduktionen dazu beigetragen, dass Menschen die Welt auch aus anderen Perspektiven als denen konventioneller Medienberichterstattung wahrnehmen können.

Author: Andreas Zollenkopf
E-Mail: MOK-Offenbach-Frankfurt@t-online.de

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