Zehn Jahre alt wurde der Offene Kanal Fulda

Ereignis-Fernsehen


Zehn Jahre alt wurde der Offene Kanal Fulda am 21. Oktober, ein Ereignis, das mit der Aufzeichnung einer Jubiläumssendung gebührend gefeiert werden musste.

 

Keine einfache Aufgabe, denn natürlich ist der Offene Kanal inzwischen mehr als Bürgerfernsehen – nämlich Medienprojektzentrum -, und es galt, das Altbewährte zu ehren, ohne das Neue zu kurz kommen zu lassen.


Im Mittelpunkt der Sendung standen in jedem Fall die Nutzer, also die Menschen, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement das Fernsehen mit Beiträgen füllen, die viele Stunden ihrer Freizeit opfern, damit die Zuschauer mit Beiträgen aus der Region versorgt werden. Es kamen Menschen zu Wort, deren Lebensmittelpunkt der Offene Kanal in den letzten zehn Jahren geworden ist. Menschen wie Dirk Vollmar, Conny Baumbach, Shahida Naeem, Gerhard Kniege und Robert Brimberry, die zusammen hunderte Stunden Programm und weit über tausend Beiträge produziert haben. Stellvertretend für die vielen Anderen sprachen sie über ihre Motivation, ihre Ziele, ihre Erlebnisse.

 

Aber auch die Unterstützer des OK Fulda aus Politik und LPR Hessen wurden befragt: Der Fuldaer Oberbürgermeister Gerhard Möller erzählte von seinen eigenen Erlebnissen in der regelmäßigen Bürgersprechstunde „Das Stadtgespräch“. Winfried Engel, Vorsitzender der Versammlung der LPR Hessen, erklärte, warum es ihm nicht leid tue, dass mit dem Offenen Kanal in Fulda neben der katholischen Kirche auch andere religiöse Gruppen eine Plattform gefunden haben, er sich aber natürlich freuen würde über mehr Engagement der beiden großen christlichen Kirchen. Und Prof. Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen, versicherte, dass er trotz unsicherer Regierungsbildung in Wiesbaden (die Veranstaltung fand noch zu Zeiten der rot-grünen Verhandlungen statt) die Zukunft Offener Kanäle in Hessen stabilisiert sieht.

Ein Begriff, der immer wieder im Zusammenhang mit der Zukunftsfähigkeit der Offenen Kanäle in Hessen gebraucht wurde, war ‚Medienkompetenz‘, womit die Überleitung zur dritten Gesprächsrunde gegeben war: Prof. Martina Ritter, Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Fulda, erklärte die Kooperation zur medienpädagogischen Ausbildung von Sozialpädagogen mit dem MOK Fulda.

Andreas Christ von der Firma filmreflex beschrieb, wie in Kooperation von MOK, Hochschule, Bildungsträgern und frei-en Medienpädagogen Projektkonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Barbara Linder, Projektkoordinatorin Netzwerk Hauptschule, lobte die Praxisnähe der Fuldaer Medienprojekte und ihre positive Auswirkung auf die Entwicklung der Schüler. Das letzte Wort in dieser Runde hatte Rudolf Karpe, Leiter der Kreis- und Stadtbildstelle Ful-da, der unter anderem die gute Zusammenarbeit der letzten zehn Jahre bei der Ausbildung von Referendaren hervorhob.

 

Mit ihm schloss sich auch der Kreis zu den Nutzern, denn er selbst besucht den Offenen Kanal nicht nur beruflich, sondern hat als Privatmann schon viele Filme zu lokalen Veranstaltungen produziert und gesendet.

 

Dass Bürgerfernsehen und Medienprojektzentrum inzwischen zusammengewachsen sind, darin waren sich alle einig. Ein Fazit, das auf weitere erfolgreiche und interessante zehn Jahre hoffen lässt!

www.mok-fulda.de

Author: MOK-Teams
E-Mail: mokfulda@t-online.de

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