Mein Praktikum im MOK: Ein Rückblick

Am 2. Juni 2008 habe ich, Christoph Kranz, mein insgesamt sechsmonatiges Praktikum im Medienprojektzentrum Offener Kanal Gießen begonnen. Ich hatte mein Abitur erst wenige Tage vorher bestanden und keine Ahnung, was mich hier erwarten würde. Vor meinem Praktikum kannte ich den Offenen Kanal hauptsächlich durch die Programmtafeln, die man im Fernsehen sieht, und aufgrund einer Freundin, die hier vor einigen Jahren mal ein Nachrichtenprojekt gemacht und viel Gutes zu berichten hatte.


Ich interessierte mich schon früher für die Arbeit mit Medien, und es ist schon länger mein Traum, an der Filmakademie in Baden-Württemberg Drehbuch zu studieren. Dieser Traum war überhaupt erst meine Motivation, mich für ein Praktikum im Offenen Kanal zu bewerben, wo ich in den ersten sechs meiner insgesamt zwölf Monate Praktikumserfah-rung sammeln wollte, die ich für meine Bewerbung an der Filmakademie benötige.


Ziemlich unsicher kam ich an meinem ersten Tag hier an, immerhin habe ich nach dreizehn Jahren Schule erstmals etwas anderes gemacht. Ich hatte zwar zuvor ein Bewer-bungsgespräch gehabt, aber so richtig konn-te ich mir noch nicht vorstellen, was mich erwartet und was meine Aufgaben sein wür-den. Im schlimmsten Falle hätte ich wohl sechs Monate lang Kaffee für die Kollegen kochen müssen. Aber glücklicherweise waren meine Ängste total unbegründet: Nette Kollegen, eine entspannte Arbeitsatmosphäre und die Möglichkeit, eigenverantwortlich eigene Projekte umzusetzen, wurden mir geboten. Und den Kaffee, den ich gekocht habe, habe ich größtenteils selbst getrunken.

 

Zwar fand gleich in meiner ersten Woche ein großes Schulprojekt statt, sodass ich sehr erschrocken war, wie lebhaft es hier zuging, aber ich habe mich schnell an die neuen Eindrücke gewöhnt. Die zweite Woche war ich schon wesentlich entspannter, und nach wenigen Tagen habe ich mich hier sehr wohl gefühlt und war froh, dieses Praktikum zu machen. Ich konnte wichtige Erfahrungen in der Medienarbeit sammeln und habe sehr viel lernen dürfen. Die Kollegen sind allesamt sehr nett, sodass man sich schnell wohl fühlt, und auch bei Problemen kann man sich jederzeit an sie wenden. Zwar musste ich mich manchmal auch dazu zwingen, pro-duktiv zu werden, aber ich muss sagen, dass ich in diesen fünf Monaten, die ich bereits hier bin, wirklich sehr viel arbeiten konnte und meine Projekte ein großes Stück weiter gebracht habe. Ein Monat liegt nun noch vor mir, bevor ich dann im Dezember den Zivildienst antreten werde.


Schon jetzt kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, dieses Praktikum gemacht zu haben, und dankbar bin für die vielen Erfahrungen, die ich machen durfte. Meine Erwartungen wurden mehr als nur übertroffen, da ich hier nicht nur viel lernen und lachen konnte, sondern auch sehr interessante Menschen kennen gelernt habe. Die zweiten sechs Monate praktischer Erfahrung, die ich nun noch benötige, können dieses Praktikum sicherlich nur schwer überbieten: Meine ersten Schritte außerhalb der Schule hätten nicht besser sein können.

 

www.mok-giessen.de

Foto: Christoph Kranz beim Digitalschnitt

Author: Christoph Kranz
E-Mail: okgiessen@lpr-hessen.de

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