DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit

 

Mit dem DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugend-arbeitslosigkeit hat Europas größter Schuheinzel-händler heute elf Unternehmen, Vereine und Schulen ausgezeichnet, die Jugendlichen mit Benachteiligung eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bieten. Den vierten Platz in der Kategorie „Berufliche Förderung durch Unternehmen, Vereine und öffentliche Initiativen“ belegte die CoLab gGmbH aus Speyer.

 

Die Initiative hilft schwerpunktmäßig jungen Migranten aus dem russisch-sprachigen Raum einen Einstieg in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu finden. Schirmherr Sebastian Krumbiegel (43), Leadsänger der Band DIE PRINZEN, und Heinrich Deichmann (46), Initiator des Preises, gratulierten den Preisträgern in Köln heute persönlich zu ihrer Auszeichnung. Der Förderpreis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert.

Projektleiter der CoLab gGmbH, Andreas Scherer, nahm heute einen Scheck in Höhe von 3.500 Euro entgegen. Das Konzept hat die Jury überzeugt: Im Jahr 2005 entstand CoLab mit dem Ziel, Jugendlichen mit einem schwierigen sozialen Hintergrund oder ohne Schulabschluss eine Perspektive für einen nachhaltigen Einstieg ins Berufsleben zu geben. Die CoLab gGmbH bietet qualifizierende Praktika an, durch welche die Jugendlichen Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Leistungsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein sowie grundlegende Fachkenntnisse im Bereich Medien und IT erlernen. Darüber hinaus stellt CoLab selbst Ausbildungsplätze im Medien- und IT-Bereich zur Verfügung. Zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft bildet CoLab zum Mediengestalter Bild und Ton, zum Mediengestalter Digital und Print, zum Kaufmann für audiovisuelle Medien sowie zum IT-Fachinformatiker aus. Begleitend hierzu bietet CoLab mit eigenen Lehrkräften Nachhilfekurse in wichtigen Fächern wie Deutsch und Mathematik an. Erfahrene Helfer aus der Wirtschaft greifen Jugendlichen beim Verfassen von Bewerbungen unter die Arme und helfen bei der Berufswahl. Wirtschaftspaten vermitteln den Jugendlichen in ihren Unternehmen Einblicke ins Arbeitsleben. „Ich hoffe, der Förderpreis ist ein Ansporn und findet viele Nachahmer, damit Jugendliche, die im Abseits stehen, eine Chance erhalten“, erklärte Schirmherr Sebastian Krumbiegel.

Den ersten Platz belegte das Projekt JuMBO (Junge MigrantInnen – Beruf und Orientierung) aus Hamburg das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Jugendlichen mit Migrationshintergrund den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Neben laufenden Programmen wie Hinführung zur Ausbildung oder Deutsch als Zweitsprache bietet JuMBO seit Februar 2008 auch drei Projekte an, welche durch ihre Mehrsprachigkeit in der Hansestadt einmalig sind: Den Dolmetscher-Service, die Ausbildung zum Bürokaufmann mit Zusatzqualifikation Zweisprachigkeit sowie die Ausbildung zur Altenpflege mit Zusatzqualifikation Zweisprachigkeit und interreligiöser Kompetenz.

„Für Jugendliche ohne Schulabschluss, mit Sprachdefiziten oder aus einem schwierigen sozialen Milieu ist der Eintritt in Ausbildung und Beruf oft eine fast unüberwindliche Schwelle. In Zeiten von Stellenabbau und Einstellungsstopps ist es daher umso wichtiger, dass es Initiativen gibt, die diese Jugendlichen auffangen und ihnen mit passenden Angeboten zur Seite stehen“, begründet Heinrich Deichmann das Anliegen des Förderpreises, besonders gute Projekte auszuzeichnen.

Author: Andreas Scherer
E-Mail: a.scherer@colab.de

Kommentare sind geschlossen.