EU-Initiative „klicksafe“: „Jugendschutz braucht Marketing“


Die deutsche Medienkompetenz-Initiative „klicksafe“ setzte im Herbst bei der internationalen Netzwerk-arbeit einen Schwerpunkt in Osteuropa: die Erfahr-ungen von „klicksafe“, unter anderem im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, wurden in Polen, Ungarn, Russland und aktuell in Sofia, Bulgarien, vorgestellt.


Von Beginn an ist die EU-Initiative „klicksafe“ eng in das europäische Netzwerk Insafe einge¬bunden und steht damit in intensivem Austausch mit internationalen Partnern. Einen neuen Hö¬hepunkt erreicht diese Vernetzung aktuell mit der Präsentation der Initiative in Sofia, Bulgarien, als vorläufiger Abschluss einer Reihe von Aktivitäten und Kooperationen in Osteuropa im ver¬gangenen Herbst. „Auch Jugendschutz braucht Marketing“, sagte „klicksafe“-Sprecher Dr. Joachim Kind (LMK) bei dem EU-Expertentreff zum Thema Sicheres Internet in Sofia. „Wenn heute fast alle im Netz sind, müssen wir die breite Bevölkerung für einen sorgsamen Umgang mit den neuen Medien sensibilisieren. Das geht nur über Bildung und professionelle Öffentlichkeitsarbeit.“


Diesen Ansatz vertritt „klicksafe“ auch im Ausland und stößt damit auf großes Interesse. Bereits im November hatte Kind das europaweit erfolgreich Marketingkonzept von „klicksafe“ in Moskau vorgestellt. Schwerpunkte des inhaltlichen Austausches sind insbesondere das „klicksafe“-Lehrer-handbuch sowie die breit angelegte Marketingkampagne der EU-Initiative, die in Deutschland von den Landesmedien-anstalten aus Rheinland-Pfalz (LMK) und Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt wird.

 

Sofia (Bulgarien), 15. und 16. Dezember 2009
Auf Einladung des bulgarischen Ministeriums für Kultur wurden die Aktivitäten der Initiative „klicksafe“ gerade bei einem Twinning Projekt der EU zwischen dem Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung und dem Kulturministerium der Republik Bulgarien vorgestellt. An den verschiedenen Workshops und Vorträgen zur „klicksafe“-Öffentlichkeitskampagne, dem Lehrerhandbuch und den weiteren pädagogischen Inhalten nahmen Vertreter des Kulturministeriums sowie anderer Ministerien, der bulgarischen Initiative „Safer Internet“, verschiedener NGOs und Kinderschutzorganisationen sowie Vertreter von Elternverbänden und Bildungseinrichtungen teil.

 

Moskau (Russland), 12. und 13. November 2009
Bei der internationalen Konferenz „Child Safety on the Internet – Prevention, Education and Cooperation“, organisiert vom Council of the Baltic Sea States in Kooperation mit der Euro-päischen Kommission, präsentierte „klicksafe“ die erfolgreiche Marketing-Kampagne um den Spot „Wo ist Klaus?“. Ein konkretes Ergebnis dieser Tagung ist, dass der TV- und Kinospot „Wo ist Klaus?“ in russischer Version („Gde Max?“) künftig in ganz Russland eingesetzt wird, bis hin zu Vorführungen auf Großleinwänden in den russischen Provinzen. Als weiteres Ergebnis der engen Kooperation mit den russischen Partnern übernimmt „klicksafe“ Aufklärungsmaterialien des rus¬sischen Safer Internet Centre für den russischsprachigen Bereich der „klicksafe“-Webseite.

 

Moskau (Russland), Oktober 2009
Bereits im Oktober wurde die EU-Initiative „klicksafe“ bei einer internationalen Tagung des Frei¬en Russisch-Deutschen Instituts für Publizistik an der Lomonosov-Universität in Moskau präsentiert.

 

Warschau (Polen), 29. und 30. September 2009
Bereits zum zweiten Mal organisierte „klicksafe“ gemeinsam mit dem polnischen Partnerprojekt saferinternet.pl Ende September die Internationale Konferenz „Keeping Children and Young People Safe Online“ in Warschau, bei der sich Internetexperten und Pädagogen aus über 20 Ländern sowie ca. 500 Teilnehmer über Risiken für Kinder und Jugendliche bei der Internetnutzung austauschten.

 

Balatonalmádi (Ungarn), 28. bis 30. September 2009
Thema war „klicksafe“ auch auf der Konferenz „The Effects of the Media on Children and Young  People“ im ungarischen Balatonalmádi. Hier wurden die nationalen Aktivitäten der Initiative sowie die europäische Netzwerkarbeit den ca. 150 teilnehmenden ungarischen Fachkollegen vorgestellt.

Author: Dr. Jochaim Kind
E-Mail: kind@lmk-online.de

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