MOK Off./Frankfurt: Keine Klischeeaufgaben

„Wir haben ein Veranstaltungszelt beim Museumsuferfest, du kannst ja mal vorbeischauen …“ – gefühlte fünf Minuten später stehe ich, Luise Köhler, erstmalig mit Headset hinter ei-ner Studiokamera, filme die „Rap & Grußbox“ und bin aufgeregt wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Viel schneller als erwartet bin ich plötzlich mitten in meinem FSJ.
Rumstehen und nach Aufgaben suchen, Kaffeekochen (und was es sonst noch für Klischeebeschäftigungen gibt) wurden sofort übersprungen oder waren wohl nie vorhanden.
Wenn man einen neuen Lebensabschnitt beginnt, in meinem Fall Abitur gemacht und sich dann für das FSJ beim OK beworben hat, erklimmt man, trotz Vorfreude, auch mit ge-wissen Ängsten die nächste Stufe seines Lebensweges.
„Werde ich mich mit allen Mitarbeitern gut verstehen und ins Team integriert? Können meine Erwartungen erfüllt werden, oder merke ich schon nach kurzer Zeit, dass dies nichts für mich ist? Darf ich richtige Aufgaben angehen, oder loche ich nur ein Jahr lang Blätter?“
Das sind wohl einige der Fragen, die nicht nur mich beschäftigt haben, sondern die ein Großteil der neuen FSJler mit sich trägt.
Nun, nach dem Museumsuferfest und grob einer Woche „arbeiten“ (fühlt sich eindeutig nicht nach Arbeit an) kann ich beruhigt feststellen, dass sich meine Befürchtungen nicht be-wahrheitet haben und es wohl auch nicht mehr tun werden.

Innerhalb der letzten Tage durfte ich filmen, Beiträge einspielen, beim Studioaufbau helfen; mir wurde gezeigt, wie man mit dem Tonmischpult umgeht, wie man Licht setzt, Schnittprogramme bedient, und ich war bei zwei Studioproduktionen (auch aktiv) dabei! Ein Acht-Stunden-Arbeitstag fliegt vorbei, und im Gegensatz zur Schule fällt es hier leicht, Dinge zu lernen. Die Wissbegier, die ich nach 13 Jahren Unterricht manchmal verloren glaubte, ist mehr geweckt denn je. Ich darf sogar eigene Beiträge machen, worauf ich mich aktuell am meisten freue. Das Team ist sehr nett und aufgeschlossen, ich fühle mich wohl im OK und bereue meine Entscheidung für das FSJ auf keinen Fall.

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Author: MOK ofm
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