Fulda bastelt


Im Gegensatz zu den meisten Menschen, die höchstens an Brückentagen einmal zu Farbe und Pinsel greifen, um ihre Wohnung zu renovieren, sind die Mitarbeiter Offener Kanäle ständig mit Hammer, Säge und Lötkolben unterwegs, um ihre Umgebung zu verschönern und zu verbessern. Ein Beispiel?
Erst letzte Woche haben wir in Fulda endlich einen rundum schallisolierten Schnittplatz für eine hallfreie Nachvertonung fertig gestellt. Endlich ist Schluss mit Urlaubsfilmen, die so klingen, als hätte der Kommentator in einem leeren Schwimmbad gestanden. Warum der OK Fulda dafür dreizehn Jahre gebraucht hat? Weil noch so viel anderes zu reparieren war!
Nehmen wir zum Beispiel das OK-Mobil, den Aufzeichnungswagen für die harten Außeneinsätze. Bei jedem Wetter muss es hinaus, seine Kamera- und Tonkabel werden durch enge Gänge und schmale Fensterschlitze gezwängt, seine Kameras immer unter Zeitdruck auf- und abgebaut, die eingebauten Rekorder und Computer rumpeln über Kopfsteinpflaster und Feldwege – das lockert jede Schraube, und keine Kabelverbindung bleibt lange heil, da ist immer etwas zu reparieren. Wenn dann aber das Auto selbst ins dreiundzwanzigste Jahr kommt (Erstzulassung 28.9.1989, „Runderneuerung“ 1995), hilft keine Schweißtechnik mehr, dann heißt es Abschied nehmen.

 

Alle noch verwertbare Technik mussten wir letzten Monat ausbauen und bis zu ihrer neuen Verwendung einlagern. So ist das alte Fuldaer OK-Mobil ‚Senior‘ jetzt Geschichte, ersetzt durch das neuere OK-Mobil ‚Junior‘ aus Offenbach – mit zwölf Jahren auf dem Buckel noch nicht einmal ein Teenager. Natürlich hat einer unserer Mitarbeiter auch diesen Wagen erst einmal wieder drei Tage aufgemotzt: Die alten Geräte teilweise durch neuere ersetzt, den Computer aufgerüstet und alle losen Enden sauber und fest verknüpft. Gerade hat es den Hessentag und damit den technischen Dauerhärtetest überstanden, und wir können uns neuen Themen zuwenden:
Unsere vier Schnittplätze brauchten dringend Internetzugang. Nutzer wollen heute nicht nur schneiden, sie wollen auch recherchieren, Daten und Grafiken laden usw. Also brachte einer unserer Medienassistenten vor zwei Wochen seine Schlagbohrmaschine mit, durchbohrte sieben Betonwände und verlegte Kabelkanäle und Netzwerkkabel. Damit die Nutzer keinen Unfug im Internet treiben können, programmierte er auch noch schnell eine Zusatzfunktion für unser Verwaltungsprogramm, die es ermöglicht, personifizierte Zugänge zuzuweisen und so nachvollziehbar macht, wer was wann wo im Internet getan hat.
Als nächstes brauchen wir jetzt aber dringend eine praktische Lösung für die Digitalisierung unserer alten Dokumentationsbänder, und dann wäre auch die Sendeabwicklung umzubauen, die müsste schnellstens – aber, he, hallo, Sie hören mir ja gar nicht mehr zu …

www.mok-fulda.de

Author: MOK Fulda

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