Aller Anfang ist … spannend! (Johanna Zimmermann, FSJlerin)

Mein FSJ Kultur im MOK Gießen beginnt in einem ausgesprochen sonnigen September und in Hochstimmung meinerseits. Nach meinem Abitur, das ich Anfang des Jahres absolviert habe, bin ich voller Tatendrang und hoffe, abseits des altbekannten Schulalltags neue Erfahrungen zu sammeln und intensiv im Medienbereich zu arbeiten. Mit Vorfreude und großen Erwartungen stürme ich also an meinen neuen Arbeitsplatz. Und lerne dort in den ersten Tagen das Team kennen, das mich freudig begrüßt in der Erwartung, dass ich neuen Wind und viel Energie in den OK bringe. Schnell stelle ich fest: Hier werden meine Erwartungen vielleicht sogar übertroffen! Dann stehen auch plötzlich, noch bevor ich mich so richtig eingelebt habe, gleich die ersten Videoprojekte an und damit zugleich meine erste Herausforderung.
Was da wohl auf mich zukommt? Eine Horde lärmender Schüler der 8. Klasse der Adolf-Reichwein-Schule in Pohl-heim und eine interessante Aufgabe: „Stellt einen Bezug zwischen Adolf Reichweins Unterrichtsmethoden und dem heutigen Schulalltag her!“ Ich freue mich über diese Herausforderung und bedaure, dass ich in meiner Schulzeit nie die Gelegenheit hatte, mich auf diese besondere Art mit einem Thema auseinanderzusetzen.
Doch leider zeigt sich, dass die Schüler nicht annähernd so motiviert sind wie ich: Es braucht jede Menge Impulse von mir, bis die Filmidee steht. Das Drehen und Schneiden des Films macht mir und den Schülern dann richtig Freude, und am Ende des Projekts sind alle, vor allem der Lehrer, sehr zufrieden, und ich freue mich schon auf die nächste Projektgruppe. Es ist eine 6. Klasse der Erich-Kästner Schule in Oberursel und vielleicht aufgrund ihres Alters wesentlich fantasievoller. So ist nicht die Ideenfindung das Problem, sondern eher das Einschränken der ausufernden Pläne, denn ein total verrückter Hollywoodstreifen ist in drei Projekttagen nicht zu produzieren.
Am Ende meines zweiten Videoprojekts habe ich eine kleine Schar von Bewunderern und einen sehr lustigen Werbeclip vorzuweisen. So kann das Jahr gerne weitergehen!
In den folgenden Wochen gehen zwar weniger Schulkinder, dafür mehr Nutzer ein und aus, und mein Aufgabenfeld er-weitert sich. Ich lerne unter anderem die Mediathek, Kamera- und Schnittkurse kennen und finde nebenher genug Zeit, mir über mein eigenes Projekt Gedanken zu machen und mit dem Drehbuchschreiben anzufangen. Denn das neue liebgewonnene Umfeld und die vielen Eindrücke wirken enorm inspirierend auf mich. Mein Programm ist offensichtlich sehr vielseitig, und meine Stimmung ist nach diesen bereichernden Erfahrungen sogar noch gestiegen. Also: Los geht’s!

 

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