Tour der Thüringer Mediengespräche der TLM

Tour der Thüringer Mediengespräche der TLM in Gera erfolgreich gestartet


Diskussion über „Kommunikation in der Bürgergesellschaft –
Veränderungsprozesse einer digitalen Medienwelt“
 
Gestern trafen sich im Geraer Rathaus ca. 70 Bürger/innen mit Politiker/innen und Medienmacher/innen zum Thema „Kommunikation in der Bürgergesellschaft – Veränderungsprozesse einer digitalen Medienwelt“. Die Veranstaltung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) wurde in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT) durchgeführt und bildete den Auftakt der Thüringer Mediengesprächs-Tour.
 
Franz-Josef Schlichting, Leiter der LZT erwartet spannende Veranstaltungen im Rahmen der Tour. Für ihn stehen vor allem die Relevanz der neuen Medien für die Demokratie im Mittelpunkt und die Klärung der Frage, inwieweit sie zu einer Verbreitung und Vertiefung der politischen Öffentlichkeit führen können. TLM-Direktor Jochen Fasco machte in seinem einführenden Worten die veränderten Rahmenbedingungen der Kommunikation durch die neuen Medien deutlich. Er betonte dabei die Rolle der Medien als Brücke zwischen Politik und Gesellschaft, auf der nun mit hoher Geschwindigkeit ein großer Adressatenkreis erreicht werden kann und ging auf die mit der kompetenten Nutzung der neuen Geräte verbundenen Chancen ein. Ein Ende der dynamischen Entwicklung ist für ihn derzeit noch nicht in Sicht.
 
Für die Geraer Oberbürgermeisterin, Dr. Viola Hahn ist die frühzeitige Einbeziehung der Bürger/innen in politische Entscheidungsprozesse sehr wichtig. Daher hat sie gleich nach ihrem Amtsantritt im Juli 2012 eine Bürgerbefragung unter Nutzung traditioneller und neuer Medien gestartet, um möglichst Viele anzusprechen. Das Feedback ist überwältigend gewesen und nun läuft die Auswertung, deren Ergebnisse in verschiedenen Medien veröffentlicht werden sollen. Perspektivisch denke die Stadt Gera hier an eine verstärkte Nutzung des Internets, eine personelle Verstärkung ist geplant.
 
Im Mittelpunkt der Diskussion der Geraer Oberbürgermeisterin mit dem OTZ-Chefredakteur, Ullrich Erzigkeit, dem OK-Nutzer, Eugen Weber sowie dem Vertreter der Netzgemeinde, Uwe Heimowski standen die Veränderungen von Kommunikation in der Bürgergesellschaft und die Reaktion von Bürgermedien sowie lokaler/regionaler Politik und Medien. Im Ergebnis zeigte sich, dass sich hier enorme Chancen für Gesellschaft, Politik und Medien bieten. Allerdings ist die umfassende Nutzung der neuen Medien für alle Beteiligten mit einem hohen zeitlichen und personellen Aufwand verbunden, so dass insbesondere Lokalpolitiker entscheiden müssen, in welchem Umfang sie u. a. soziale Netzwerke nutzen und wie sie auf Bürgeranliegen reagieren.
 
Insgesamt hat die Veranstaltung gezeigt, dass die Geraer vielfältige Möglichkeiten haben, um sich über Lokalpolitik zu informieren und am politischen Willensbildungsprozess teilzuhaben. Das Spektrum reicht von der klassischen Tageszeitung, die auch im Netz kommentierbar ist, über den Offenen Fernsehkanal, dessen Nutzergruppen z. B. die Stadtratssitzungen übertragen, Webauftritte einzelner Politiker und Bürgerforen im Netz bis hin zu interaktiven Funktionen im Webauftritt der Stadt.
 
Die Veranstaltung wurde von Nutzer/innen des Offenen Kanals Gera aufgezeichnet. Ab dem 3. Oktober wird der Mitschnitt in der Sendeschleife des OK ausgestrahlt und ist in der OK-Mediathek unter www.tlm-okgera.de abrufbar.
 
Weiter geht es dann am 22. November 2012 im Nordhäuser Rathaus. Anfang 2013 wird die Tour dann in Eisenach Station machen.
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Zweite Station der Mediengesprächs-Tour
Lebhafte Diskussion zum Thema „Kommunikation in der Bürgergesellschaft –
Veränderungsprozesse einer digitalen Medienwelt“ in Nordhausen
 
Rund 60 Bürger/innen aus Nordhausen folgten der Einladung zum Thüringer Mediengespräch mit Politiker/innen und Medienmacher/innen über „Kommunikation in der Bürgergesellschaft – Veränderungsprozesse einer digitalen Medienwelt“. Die Veranstaltung der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT) im Rathaussaal der Stadt Nordhausen war nach Gera die zweite Station der Thüringer Mediengesprächs-Tour.
 
Die Veranstalter machten zunächst deutlich, dass die neuen Medien eine hohe Relevanz für die Demokratie und Gesellschaft besitzen. Sie bieten neue Möglichkeiten zur politischen Kommunikation und Partizipation, wobei ein Missbrauch durch extremistische Akteure verhindert werden muss. Die veränderten Rahmenbedingungen der Kommunikation durch die neuen Medien sind sowohl auf der Seite der Gesellschaft als auch auf der Seite der Politik erkennbar. Die Rolle der Medien kann als Brücke zwischen Politik und Gesellschaft verstanden werden, die mit den neuen Technologien eine Vielzahl an Chancen für einen schnellen und umfangreichen Kommunikationsaustausch bieten. Ein Ende der dynamischen Entwicklung ist nach Meinung der Veranstalter derzeit nicht in Sicht.
 
Der Nordhäuser Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh sieht die Nutzung der neuen Medien und insbesondere der sozialen Netzwerke beinahe als Pflicht, um mit den Bürgerinnen und Bürgern auch über das persönliche Gespräch hinaus in Kontakt zu treten. Allerdings werden bei einer angemessenen Nutzung der hohe zeitliche Aufwand und die Erwartung einer schnellen Reaktion auf diverse Bürgeranliegen oft zur Herausforderung.
 
Im Mittelpunkt der von Mario Ruß, einem aktiven Nutzer des Offenen Kanals Nordhausen, moderierten Diskussion mit dem Nordhäuser Oberbürgermeister, der Kommunikationsexpertin Sylvia Spehr, dem Blogger Dirk Daniel, dem Gründer und Herausgeber von nnz-online Peter Stefan Greiner sowie dem Geschäftsführer von Mohr Media Harald Mohr stand die Frage, ob die neuen Medien die traditionellen ergänzen oder zukünftig ersetzen. Einhellig betont wurde, dass die Medien im lokalen Bereich, egal ob traditionell oder neu, nah an den Menschen und ihren Themen sind, dass genau darin ihre große Stärke liegt und dass ein Medienmix gut geeignet ist, um auf verschiedenen Wegen viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
 
Besonders herausgestellt wurden die Stärke von Online-Tageszeitungen, die eine schnelle Information des Bürgers über aktuelle Geschehnisse ermöglichen sowie die Kommentarfunktionen von Online-Artikeln und in sozialen Medien, die die Meinungen auch von nicht-journalistisch Tätigen abbilden. Nicht zuletzt wurde die hohe Relevanz von Medienkompetenzvermittlung durch medienpädagogische Fachkräfte betont, die zu einer souveränen Handhabung, Nutzung und Bewertung von Medien führen soll, um damit die Voraussetzung für eine aktive Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben möglichst Vielen zu schaffen.
 
Die Veranstaltung wurde von Nutzer/innen des Offenen Kanals Nordhausen mitgeschnitten. Die Ausstrahlung im Programm des OK ist für Anfang Dezember geplant. Der genaue Sendetermin wird im Internetangebot des OK unter www.ok-nordhausen.de veröffentlicht.
 
Weiter geht es dann am 9. April 2013 in Eisenach.
 
Foto, Personen von links: Sylvia Spehr, Peter Stefan Greiner, Dr. Klaus Zeh, Mario Ruß, Dirk Daniel und Harald Mohr.
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Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)
Steigerstraße 10
99096 Erfurt
 
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Author: TLM
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