Neues klicksafe-Unterrichtsmodul

Vom Suchen und Finden: Wie Kinder und Jugendliche Suchmaschinen kompetent nutzen

 

Düsseldorf/Ludwigshafen, 20. Februar 2013. Suchmaschinen sind das Tor ins Internet für die heutige Informationsgesellschaft: Anlässlich der Bildungsmesse didacta veröffentlicht die EU-Initiative klicksafe das neue Unterrichtsmodul „Wie finde ich, was ich suche? Suchmaschinen kompetent nutzen.“ Das Unterrichtsmaterial wurde in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.), der Kindersuchmaschine fragFINN.de und Google Deutschland erarbeitet. Es enthält neben konkreten Vorschlägen für die Unterrichtsgestaltung umfassende Informationen über die Funktionalität von Suchmaschinen und über das Suchverhalten von Kindern und Jugendlichen im Netz.

Wo und vor allem wie findet man im Internet die richtigen Informationen? Kinder und Jugendliche müssen lernen, die vielen Inhalte, die sie über Suchmaschinen finden, zu beurteilen. Wie man herausfindet, welchen Quellen man trauen kann und welche man weiterverwenden darf (z.B. für Präsentationen), darüber klärt das neue klicksafe-Unterrichtsmodul auf.

„Die Entwicklung von Netzkompetenz ist untrennbar mit der Fähigkeit verknüpft, Suchmaschinen verantwortungsvoll und bewusst zu nutzen“, sagt Renate Pepper, Direktorin der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz. „Durch die Flut an Informationen, die die Suchmaschinen bieten, werden Kinder und Jugendliche auch immer wieder mit Inhalten konfrontiert, die nicht für ihre Altersgruppe bestimmt sind. Sie müssen lernen, die gefundenen Informationen zu selektieren und inhaltlich zu bewerten. Dabei hilft ihnen das neue klicksafe-Unterrichtsmodul.“

Insbesondere für jüngere Internetnutzer ist es wichtig, Online-Angebote für ihre Altersgruppe zu nutzen und innerhalb dieser gesicherten Surfräume positive Erfahrungen mit dem Internet zu machen. Kindgerecht ist eine Website, wenn Kinder sich gut auf ihr zurechtfinden und sie die Inhalte verstehen und einordnen können. Quellenkritik und Bewertungskompetenz sind dabei das Rüstzeug für junge Internetnutzer. Den sicheren Einstieg in das Internet bieten Kindersuchmaschinen wie fragFINN.de, bei denen der Suchindex ausschließlich aus kindgerechten Seiten besteht, die vorab von Medienpädagogen geprüft wurden. Sie sind insbesondere für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zu empfehlen. Ältere Kinder wollen oft von sich aus auf die Suchmaschinen wechseln, die auch von den Erwachsenen genutzt werden. Es empfiehlt sich dann, diese Suchmaschinen so einzustellen, dass nicht kindgerechte Inhalte ausgefiltert werden.

„Ein altersgerechter Einstieg in das Internet ist uns ein wichtiges Anliegen. Als Gründungsmitglied von fragFINN sind wir uns der Verantwortung als Diensteanbieter bewusst und nehmen diese wahr“, betont Sabine Frank, Leiterin Jugendschutz und Medienkompetenz bei Google Deutschland. „Wir sind überzeugt von der Qualität unserer Suchtechnologie, aber zur kompetenten und selbstbestimmten Nutzung von Suchmaschinen ist neben der Technologie auch umfassendes Verständnis der Technik und der

 

 

Einstellmöglichkeiten erforderlich. Deswegen freuen wir uns, mit dem neuen klicksafe-Unterrichtsmodul einen weiteren Beitrag zur Stärkung unserer Nutzer zu leisten.“

Das klicksafe-Zusatzmodul „Suchmaschinen“ ist der achte Band einer Unterrichtsreihe zum Thema „Mehr Sicherheit im Internet durch Medienkompetenz“. Weitere Arbeitsblätter sowie Zusatzinformationen gibt es unter www.klicksafe.de/suchmaschinen.
EU-Initiative klicksafe auf der Bildungsmesse didacta (19. bis 23. Februar 2013)

klicksafe ist auch in diesem Jahr wieder mit einem breiten Informationsangebot bei der Bildungsmesse didacta vertreten. Am Messestand der Landesanstalt für Medien (LfM) Nordrhein-Westfalen (Halle 6.1, Stand: E068) bietet klicksafe einen Einblick in die umfassenden Materialien rund um das Thema „Sicherheit im Netz für Kinder und Jugendliche“ – hier ist auch das neue Unterrichtsmodul erhältlich.
Außerdem bietet klicksafe im Rahmen der didacta zwei Workshops zu den Themen „Rechtsradikalismus“ (20. Februar, 16:00 Uhr in Raum H) und „Cyber-Mobbing“ (22. Februar, 15:00 Uhr in Raum J) an.
klicksafe (www.klicksafe.de) ist eine Initiative im Safer Internet Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt.

klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programm der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an.
Nähere Informationen
Landeszentrale für Medien    Landesanstalt
und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz  für Medien NRW (LfM)
Dr. Joachim Kind     Dr. Peter Widlok
Tel.: 0621 – 5202-206    Tel.: 0211 – 77 007-141
kind@lmk-online.de    pwidlok@lfm-nrw.de

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