Es hört nie auf?

„Alles was schiefgehen kann, geht irgendwann schief.“ Diese Worte stehen in leuchtenden Lettern über dem Eingang eines jeden Offenen Kanals. Hier die beliebtesten Fernsehkatastrophen aus Fulda.

Die Kleinigkeiten: Ein einziges defektes Kabel reicht, und das Fernsehen verstummt oder erblindet. Ein schusseliger Mensch, der übers Stativ stolpert, verursacht problemlos einen Versicherungsfall in Tausenderhöhe. Das sind Strafen, die auf dem Fuße folgen, Reiz und Reaktion.

Fies sind die verzögerten Fehler. Eine vergessene Buchung für ein Projekt in drei Monaten kann dazu führen, dass zu Projektbeginn zig weinende Kinder im OK stehen, die keinen Film drehen können, weil keine Kamera da ist. (Okay, das ist noch nie passiert, aber wir erzählen es immer gern Praktikanten, die neu anfangen. Die passen dann besser auf).

Die Verbindung von Schlampigkeit und technischem Defekt: Beim berechnen der Filme einer TrickBoxx-Woche landet die Musik auf dem linken Tonkanal, die gesprochenen Kommentare der Kinder auf dem rechten. Bei der Vorführung im Studio vor 20 Kindern und 30 Eltern ist ein Tonkabel defekt, man hört nur die Musik, aber nicht die liebevoll gesprochenen Texte. Ergebnis: 20 unglaublich enttäuschte Kinder und 30 verständnislose Eltern (oh ja, das ist passiert).

Der computerbasierte Fehler: Nee, oder? So viel Zeit und Platz hier haben wir nicht.

Der größte anzunehmende Unfall: 6. März des Jahres 2000. Bei der Live-Übertragung des Rosenmontagszuges wird versehentlich nicht das Sendebild gesendet, sondern das Vorschaubild. Das ist das Bild der Kamera, die als nächste eingeblendet wird, wenn sie ihr richtiges Bild gefunden hat. Es ist also eigentlich immer genau das falsche Bild, bevor es das Richtige wird. Zwei Stunden brauchte es, um diesen Fehler zu finden, da war die Sendung herum. Die Fuldaer Zeitung schrieb dann am nächsten Tag etwas von Kameras, die zu tief ins Glas geschaut hatten, dazu gab es sogar eine bezaubernde Karikatur mit einer Kamera mit einer roten Säufernase.

Natürlich haben wir mit den Jahren, um alle möglichen Fehler zu vermeiden, Arbeitsabläufe optimiert und Kontrollen und Rückmeldeschleifen eingebaut, aber glauben Sie mir, es hört nie auf. Wenn Sie wissen wollen warum, lesen Sie einfach den ersten Satz noch einmal.

 

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