Hennig-Wellsow MdL sieht für Medienbildungsarbeit in Thüringen hohe Relevanz

Landtagsfraktions- und Landesvorsitzende von DIE LINKE Thüringen Susanne Hennig-Wellsow (MdL) informierte sich über aktuelle medienpolitische Fragen und die Arbeit der Thüringer Landesmedienanstalt vor Ort

Für das Gespräch in der TLM standen der Landespolitikerin und Diplompädagogin neben der Medienbildung auch aktuelle medienpolitische Themen der Thüringer Zulassungs- und Aufsichtsbehörde im Fokus. Insgesamt fand mit TLM-Direktor Jochen Fasco und Mitarbeitern der TLM ein konstruktiver Austausch zu allgemeinen medienpolitischen Fragen, zur Weiterentwicklung  des Medienstandorts Thüringen, des Jugendmedienschutzes sowie zu Entwicklungsperspektiven der Thüringer Lokal-TV- und Bürgermedienlandschaft statt.

Auf die vielfältigen und rasanten Entwicklungen im Bereich der Medien hat die TLM u. a. mit dem Thüringer Medienbildungszentrum (TMBZ) reagiert. Ziel ist es, dadurch dem steigenden Bedarf an Medienkompetenzvermittlung in der digitalen Gesellschaft gerecht zu werden. Neben medienpädagogischen Projekten mit Kindern und Jugendlichen bietet das TMBZ unter anderem auch Fortbildungen für Lehrkräfte, professionell Erziehende sowie Informationsveranstaltungen u. a. für Eltern an. Hennig-Wellsow nutzte die Möglichkeit, sich mit Medienpädagogen des TMBZ der TLM auszutauschen.

„Für die zunehmend wichtigere Medienbildung braucht es vor allem die Bereitschaft von Jung und Alt, sich mit den neuen Angeboten der komplexen Medienwelt auseinanderzusetzen. Es reicht nicht, Kinder und Jugendliche fit für die neue Medienwelt zu machen, auch Schule und Elternhaus müssen unbedingt in den Bildungsprozess einbezogen werden“, so TLM-Direktor Jochen Fasco.

Landes- und Fraktionsvorsitzende Hennig-Wellsow zeigte sich sehr interessiert an der Arbeit der TLM und machte deutlich, dass am Medienstandort Thüringen die staatsferne Einrichtung ein wichtiges Element für die vielfältige und demokratische Medienwelt des Freistaates ist.

Wie Medienbildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen in Thüringen praktisch aussieht, erfuhr die Politikerin im Rahmen des Thüringer Bildungsstreiks 2009 ganz persönlich. Drei Jugendliche absolvierten zu dieser Zeit ein medienpädagogisches Praktikum bei der TLM. Ronny und seine beiden Mitstreiter nahmen damals den Bildungsstreik medial unter die Lupe und produzierten mit Unterstützung einer Medienpädagogin ein kriminalistisches Hörspiel. Unter den damals interviewten Streikgegnern und -befürwortern war auch Frau Hennig, die von den drei jungen journalistischen „Ermittlern“ zum Thema „vernommen“ wurde.

Die jugendlichen Medienmacher waren übrigens im Anschluss an ihr Praktikum bei der TLM noch zwei Jahre in einer ehrenamtlichen Redaktionsgruppe tätig und produzierten regelmäßig Radiobeiträge. Auch dieses Beispiel zeigt, dass Medienbildung nicht nur Spaß macht, sondern auch nachhaltig wirkt.

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