Matthias Hey MdL plädiert trotz digitaler Herausforderungen für die Relevanz der klassischen Medien

Landtagsfraktionsvorsitzender der SPD Matthias Hey MdL und medienpolitischer Sprecher Dr. Werner Pidde MdL informierten sich über wichtige Herausforderungen der digitalen Gesellschaft und die Arbeit der Thüringer Landesmedienanstalt

Auf den ersten Blick klang es ein wenig überraschend. Trotz aller aktuellen und rasanten Entwicklungen im Bereich der digitalen Medien darf man das Analoge nicht gleich aus dem Auge verlieren, plädiert SPD-Landtags­fraktionsvorsitzender Matthias Hey im Gespräch mit TLM-Direktor Jochen Fasco. Gerade das analoge Radio mit UKW und vor kurzem sogar noch mit Mittelwelle informiert die Bürger verlässlich und niedrigschwellig. Gerade mit der Mittelwelle verbindet Matthias Hey positive Erfahrungen, da so auch in schwierigen politischen Zeiten Medienvielfalt möglich geworden war. Schon aus diesen Erfahrungen heraus schätzt Matthias Hey den Wert von Medienvielfalt als unverzichtbar ein und würdigt die Arbeit der TLM auf diesem Gebiet.

Für das Gespräch in der TLM standen neben dem Thema der Medienvielfalt auch aktuelle medienpolitische Themen der Thüringer Zulassungs- und Aufsichtsbehörde im Fokus. Insgesamt fand mit TLM-Direktor Jochen Fasco und Mitarbeitern der TLM ein konstruktiver Austausch zu allgemeinen medienpolitischen Fragen, zur Weiterentwicklung des Medienstandorts Thüringen, des Jugendmedienschutzes und der Medienbildung sowie zu Entwicklungsperspektiven der Thüringer Lokal-TV- und Bürgermedienlandschaft statt.

Gerade zum Thema des Jugendmedienschutzes entwickelte sich ein intensiver Austausch. Der medienpolitische Sprecher Dr. Werner Pidde bestätigt, dass die Meinungen im politischen Raum und sogar innerhalb einer Partei hierbei deutlich auseinandergehen. „Hier gilt es, mit Bedacht die Interessen der Bürger hinsichtlich der Freiheit des Netzes gegenüber der Schutzbedürftigkeit von Kindern und Jugendlichen abzuwägen“, so Dr. Pidde weiter. Jochen Fasco betonte aus Sicht der Aufsichtserfahrungen der Landesmedienanstalten, dass der Schutzbedürftigkeit der Kinder und Jugendlichen in Medienfragen unbedingt Rechnung getragen werden muss. „Gerade mit Blick auf die weltumspannenden Möglichkeiten des Internets bin ich mir sicher, dass das technisch Mögliche realisiert werden sollte, um Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung nicht zu beeinträchtigen oder zu gefährden. Der Einsatz von Jugendschutzprogrammen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, betont Fasco deutlich.

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