FSK zu Besuch bei der Hessischen Landesmedienanstalt

Das turnusmäßige Gespräch zwischen der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) fand dieses Mal in Kassel statt. Der Direktor der LPR Hessen, Joachim Becker, begrüßte gemeinsam mit seinem Stellvertreter Prof. Dr. Murad Erdemir am 21. April 2015 Christiane von Wahlert, die Geschäftsführerin der FSK sowie Stefan Linz, den Leiter von FSK.online.

Zur Sprache kamen die Novellierungsbestrebungen im Bereich des gesetzlichen Jugendschutzes als Thema der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz, die angestrebte Verlängerung der Anerkennung von FSK.online sowie der Besuch des Programmausschusses der Hessischen Landesmedienanstalt bei der FSK im Oktober 2015 im Deutschen Filmhaus in Wiesbaden.

Die FSK steht seit Jahrzehnten für rechtssicheren Jugendschutz bei der Vermarktung von Filmen im Kino sowie auf Bildträgern nach dem Jugendschutzgesetz. Mit der Abteilung FSK.online ist sie seit September 2011 durch Bescheid der LPR Hessen eine anerkannte Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, der den Jugendschutz im Rundfunk und im Internet regelt. Die auf vier Jahre befristete Anerkennung soll im Herbst verlängert werden.

Die konvergente Entwicklung der Medien und die hohe Verfügbarkeit medialer Inhalte online beinhaltet nicht nur Risiken, sondern auch große Chancen für Kinder und Jugendliche. Für den gesetzlichen Jugendschutz, welcher nach Vertriebswegen unterscheidet, stellt die Konvergenz zudem eine große Herausforderung dar. „Ein zukunftsfähiger Jugendmedienschutz sollte identische Inhalte unabhängig von ihrem Verbreitungsweg regulieren“, betont Murad Erdemir, zugleich Honorarprofessor für Jugendmedienschutzrecht an der Universität Göttingen.

„Der regelmäßige Austausch zwischen Landesmedienanstalt und Selbstkontrolle ist ein Gewinn für den Jugendmedienschutz“, so Joachim Becker. „Wir sind froh, mit der Hessischen Landesmedienanstalt einen Partner für konstruktive Gespräche zum Jugendmedienschutz zu haben“, ergänzt Christiane von Wahlert.

 

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