Ein besonderes Dorfprojekt

Die Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum sind in aller Munde: Im Landkreis Kassel beschäftigt sich derzeit eine Studierendengruppe des Instituts für Raum & Design-Strategien der Kunstuniversität Linz auf kreative Weise mit dieser Thematik. „Wir realisieren zusammen mit der Bevölkerung eine vierwöchige Dorfbelebungsphase namens ‚Potemkinsches Dorf Gottsbüren‘, um so neue und bisher noch nicht angedachte Zukunftsperspektiven für das Reinhardswalddorf zu entwickeln“, erläutert Professor Ton Matton, der das Projekt koordiniert. Bereits im März waren Studenten aus Linz in Gottsbüren, um sich vor Ort einen ersten Eindruck zu verschaffen. In dieser Phase entstanden auch die Kontakte zum Bürgerfernsehen in Kassel.
Nach einer intensiven Vorbereitung in Linz startete jetzt „die heiße Phase“ des Dorfbelebungsprojekts. Wesentlicher Bestandteil der vierwöchigen Aktion ist das tägliche Dorf-TV-Programm, das im Offenen Kanal Kassel ausgestrahlt und über die Mediathek den Dorfbewohnern zugänglich gemacht wird. Die Bewohner produzieren zusammen mit den Studierenden aktuelle Beiträge zu den einzelnen Aktionen im Dorf. Ziel des Medienprojektes ist es aber auch, den Stadtmenschen in Kassel die Illusionen und Visionen eines künftigen Dorflebens schmackhaft zu machen. – Das tägliche TV-Magazin wird mit dem Auto oder der Regiotram nach Kassel gebracht – in Gottsbüren gibt es (noch) kein leistungsfähiges Internet, um die Beiträge hochladen zu können.

Ausstellung „Grenzfall reloaded“
Im November 2014 sorgte diese Ausstellung im Kasseler Wilhelmsgymnasium für Aufsehen. In mühevoller Kleinarbeit hatten sich Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls mit dem Leben in der DDR befasst. Leider konnte die Ausstellung aus Platzgründen nur wenige Tage präsentiert werden.
Nun gibt es „Grenzfall reloaded“ im Offenen Kanal Kassel. Trotz Abiturstress haben sich die Schüler um ihren Geschichtslehrer Dr. Schäfer-Hartmann am Pfingstwochenende eingefunden und ihre Ausstellung mit zahlreichen Exponaten in den Räumen des Offenen Kanals neu konzipiert. Für die Gäste und Besucher des Offenen Kanals – so die ersten Reaktionen – keine leichte Kost! Die Ausstellung kann bis zum 3. Oktober des Jahres besucht werden. Wer die Ausstellung nicht besuchen kann, sich aber detaillierter informieren möchte, findet hier alle Auskünfte: http://www.wgkassel.de/201410_grenzfall.html

Das schwedisch-deutsche EU-Projekt „Paducation“ ist mit einer sehr informativen und gut besuchten Veranstaltung am 24. Juni im Gießhaus der Universität Kassel zu Ende gegangen. Weiter gearbeitet wird aber trotzdem: Die Leitungen der beiden beteiligten Schulen haben weitere Kooperation vereinbart: Wenn Sie sich für den Projektverlauf und die Ergebnisse im Detail interessieren: Der ausführliche Abschlussbericht ist in deutscher und auch in englischer Sprache unter www.paducation-se-de.eu abzurufen!

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