Mit Zeichen und Bild: Kurz zu mir

Mein Name ist Houda Ouakili, ich bin 28 Jahre alt und lebe in Frankfurt am Main. Im März 2015 beendete ich mein Studium in der Sozialen Arbeit BA mit den Schwerpunkten Kultur und Medien. Schon seit vielen Jahren fasziniert mich die Filmproduktion. Während eines Auslandspraktikums in Indien habe ich neben der Theaterarbeit mit Kin-dern auch Kurzfilme zu sozialen und kulturellen Themen gedreht, etwa zu den Arbeits- und Lebensbedingungen von Sari-Schneidern. Meine Freude ist daher sehr groß, mein Anerkennungspraktikum im Offenen Kanal in Offen-bach absolvieren zu dürfen. Einen Einblick konnte ich bereits in die Studiotechnik bekommen. Zu Beginn schüchterte mich die gewaltige Auswahl an Technik etwas ein, je-doch konnte ich durch die Teilnahme an einem medienpädagogischen Pro-jekt meine Sorgen überwinden, indem ich mit den Studienkameras und Scheinwerfern experimentieren durfte. Ich freue mich auf ein ereignisreiches Jahr im MOK Offenbach und bin ge-spannt, welche interessanten Projekte ich noch mit begleiten werde.

Mit Zeichen und Bildern: Projekte
Im MOK Rhein-Main wird die Kooperation mit dem Landesverband der Gehörlosen Hessen e.V. weiter gefestigt. Neben den regelmäßigen Filmworkshops, die am Standort Offenbach für Gehörlose angeboten werden, sollen nun auch bereits produzierte Beiträge in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt und in allen OKs hessenweit ausgestrahlt werden.
Darüber hinaus finden derzeit die Vorgespräche zur Umsetzung des Formats „Achterbahn TV“ für Blinde und Hörgeschädigte statt. Mit Unterstützung des MOK sollen in der „Achterbahn“, einer Kleinkunst-Bühne mit Kinosaal in Ginsheim-Gustavsburg, weitere Folgen der außergewöhnlichen TV-Talkshow im Sinne der Inklusion produziert werden. Im Gespräch mit Talkgästen aus den Bereichen Kunst, Show und Sprache bauen die Moderatoren Barbara Rott (taub) und Axel S. (hörend) Barrieren ab.
Manche Gäste sind blind, andere sehend, manche sind gehörlos, andere hörend. Die Pilotsendung (noch ohne MOK-Unterstützung) wurde bereits Ende 2014 produziert und ist in Kürze in den OKs und der Mediathek Hessen zu sehen.

Zu den Nutzern der Möglichkeiten in Offenbach zählen Helmut Vogel aus Frankfurt, Präsident des Deutschen Gehörlosen-Bundes, sowie seit vielen Jahren regelmäßig Jürgen Endress. Er ist Gebärdenkünstler, Theater- und Filmschauspieler und Moderator. Seine Leidenschaft gilt der Gebärdensprachpoesie. Endress ist u.a. zweifacher deutscher „Goldene Hand-Preisträger“ und internationaler Gebärdensprachfestival-Preisträger. Er lebt in Hanau.

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