Freiwilliges Soziales Jahr – Kultur bei der LMK

Mit Zirkeltraining Filme machen

Zugegeben Zirkeltraining, Achsensprung und Jump-Cut hört sich ganz schön sportlich an. Mit dem Zirkeltraining bereiten sich zwölf Jugendliche allerdings nicht auf einen Sportwettbewerb vor, sondern lernen interessante Grundlagen der Kamera und Schnitt-Technik kennen. Sie starten mit einem Intensivtraining in ihren Freiwilligendienst, kurz FSJ, bei den Bürgersendern (OK-TV) und den MedienKompetenz Netzwerken (MKN) in Rheinland-Pfalz. Als ein Sprungbrett zu ihrem Wunschberuf wollen die meisten das FSJ aber dennoch nutzen.

„Ausbildung bei der LMK ist qualitativ hochwertig und vielschichtig“, machte LMK-Direktorin Renate Pepper deutlich. „Daher sind unsere Auszubildenden, FSJ-ler und auch unsere Praktikanten/-innen in der Regel in ihrem Berufsleben erfolgreich und nachgefragt. Das spricht nicht nur für unsere Arbeit, sondern auch für die Menschen, die sie vermitteln.“

So geht es auch Jona Schneider. Der 20 Jährige will herausfinden, ob er sein Hobby zum Beruf machen soll. Ein Praktikum beim WDR hat er schon gemacht. Als er herausfand, dass ein FSJ auch im Fernsehbereich möglich ist, war das für ihn die Gelegenheit. „Für mich ist das perfekt, ich kann im Offenen Kanal ein Jahr lang Erfahrungen sammeln.“

Dazu bieten die lokalen Fernsehsender in Rheinland-Pfalz, die Offenen Kanäle (OK-TV) die besten Bedingungen. Die kleinen Fernsehstudios sind spannende Lern- und Ausbildungsorte, an denen vielfältige Kenntnisse und Fertigkeiten erworben werden können. Denn dass der Achsensprung besser vermieden werden sollte und wie mit dem Jump-Cut oder „Bildsprung“ zwei Kameraeinstellungen verbunden werden, das will trainiert werden. Ihre ersten filmischen Erfahrungen sammeln die jungen Leute während ihres Intensivtrainings im „Klein-Berlin“ der Mainzer Neustadt, dem Gartenfeldplatz, der zum Drehort wird, mit seiner jungen Café- und Laden-Szene und der geradezu einlädt,  frische, echte  Geschichten zu erzählen.

Die Offenen Kanäle stellen Bürgerinnen und Bürgern nicht nur Ausrüstung und Sendeplätze zur Verfügung, die OK-TV-Standorte sorgen auch für eine fachmännische Ausbildung. In Kooperation mit den MKN haben die jungen Freiwilligen die Gelegenheit, eigene Filmbeiträge zu drehen und unter Anleitung Bild- und Tonaufzeichnungen zu bearbeiten sowie bei Live-Übertragungen Bild- und Tonmischungen vorzunehmen. Dort gewinnen sie neben organisatorischen Kenntnissen auch einen Überblick über medienpädagogische Arbeitsbereiche. MKN kooperieren auf lokaler und regionaler Ebene mit verschiedenen Bildungsinstitutionen, um die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Schülerinnen und Schülern, pädagogischen Fachkräften, Seniorinnen und Senioren, Eltern oder allgemein Medieninteressierten zu stärken.

So trainiert steht dem Absprung in die Medienwelt nichts mehr entgegen.

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