Freiwilliges Soziales Jahr Kultur in den hessischen MOKs

Fitnesstraining für Mediennachwuchs

Zirkeltraining, Achsensprung oder Jump-Cut sind einige der Begriffe, mit denen sich junge Menschen kürzlich in einem Intensivtraining beschäftigen mussten. Nein, sie haben keinen Sport betrieben, sondern sich die Grundlagen angeeignet, die man für das Fernsehen machen braucht. Zum Start in ihren Freiwilligendienst bei den Medienprojektzentren Offener Kanal (MOK) in Kassel, Gießen, Rhein-Main und Fulda hatte ihnen die Hessische Landesmedienanstalt (LPR Hessen), Trägerin der Medienprojektzentren, die Teilnahme an dem dreitägigen Crashkurs in Mainz ermöglicht. Gemeinsam mit den zwölf rheinland-pfälzischen Freiwilligen haben die vier aus Hessen kompakt all das gelernt, womit sie in den nächsten zwölf Monaten arbeiten.

Lucas Pfaff absolviert sein FSJ Kultur seit September im Kasseler Bürgersender. Der 19-Jährige interessiert sich schon immer für Kameras und will mal reinschnuppern in die Welt der Medien: „Und hier im MOK kann ich ganz eigenständig kreativ sein, denn ich habe alle Freiheiten, meine Dinger so zu machen, wie ich sie mir vorstelle.“

Die MOKs der LPR Hessen bieten den Jugendlichen eine sinnvolle Tätigkeit und beste Ausbildungsbedingungen: In kaum einer anderen Einrichtung kann so vieles gleichzeitig, praxisnah und berufsorientiert gelernt werden. Neben den technischen, redaktionellen, journalistischen und kommunikativen Fähigkeiten erwerben die jungen Menschen auch Kompetenzen in Teamarbeit, in Organisation (Verwaltung, Büro, Redaktionsmanagement), in Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Internet) und im verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichem Eigentum.

„Nicht zuletzt sind die medienpädagogische Arbeit unserer Medienprojektzentren mit Kindern und Jugendlichen sowie die Bildungsarbeit mit Erwachsenen und Senioren wichtige Arbeitsfelder und zentrale Bausteine in einer modernen Medienwelt“, so Joachim Becker, Direktor der LPR Hessen. „Die Erfahrungen, die die Freiwilligen in diesem Bereich bei uns machen, sind wertvolles Rüstzeug.“

Bereits seit 2004 zählen die MOKs zu den beliebten Einsatzstellen. Mit den aktuellen vier FSJlern sind es mehr als 50 junge Menschen, die fundiert ausgebildet wurden und das Jahr – zu großen Teilen – als Sprungbrett in die Medienwelt erfolgreich genutzt haben.

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