Magdeburger Stadtrat beschließt Förderung des Offenen Kanals

Die Stadt Magdeburg wird die Arbeit des Offenen Kanals Magdeburg e.V  künftig mit 30.000 Euro jährlich unterstützen. Das beschloss der Magdeburger  Stadtrat gestern Abend auf seiner Sitzung. Die SPD- Fraktion hatte den Antrag eingebracht, unterstützt wurde er von der Fraktion der Linken und der Grünen. Der Offene Kanal“, so die Begründung für den Antrag „leistet einen wichtigen Beitrag zur Meinungsvielfalt in unserer Stadt (…) fördert die Medienkompetenz der Zuschauer und stellt medienpädagogische Angebote für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. In enger Kooperation mit Schulen, der Hochschule Magdeburg-Stendal und anderen Betrieben bietet der Offene Kanal Magdeburg jungen Menschen Ausbildungsplätze sowie Schülerinnen- und Studentenpraktika.

In der Zukunft möchte der Verein Offener Kanal Magdeburg e. V. noch stärker seine Möglichkeiten nutzen, um die demokratischen Meinungsbildungsprozesse in der Gesellschaft zu stärken, der oft erwähnten Politikverdrossenheit entgegen zu wirken und respektvolles Miteinander zu fördern“.
Lars Johansen, Vorsitzender des Vereins,  würdigte die Entscheidung als bahnbrechend. „Es gibt wohl kaum einen Verein, der so breit aufgestellt ist. Die Stadt fördert damit nicht nur einen Sender, der potentiell allen Magdeburgern eine mediale Plattform bietet, sondern auch ein Projekt, in dem Medienkompetenz praktisch erworben wird. Unsere jahrelange Arbeit mit Jugendlichen, Senioren, Migranten und seit 2014 auch Flüchtlingen steht mit der Entscheidung des Stadtrats auf stabileren Füßen.“

Seit 1998 stellt der Magdeburger Bürgersender kostenfrei Produktionstechnik zur Verfügung und organisiert darüber hinaus Medienprojekte  mit zahlreichen  gesellschaftlichen Gruppen. Finanziert wird er wesentlich aus Rundfunkgebühren über die Medienanstalt Sachsen-Anhalt, die ihre Förderung in den vergangenen Jahren allerdings drastisch gekürzt hatte.

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