MOK Kassel: Ein (selbst-)kritischer Rückblick

Wenn im Laufe eines Jahres mehr als hundert Medienprojekte mit rund 900 Teilnehmern durchgeführt werden, wenn im gleichen Jahr mehr als 50 Jugendliche ihr schulisches Betriebspraktikum absolvieren, wenn sich Politiker, Mediziner, Autoren, Musiker und Leute wie du und ich in rund 50 Studiosendungen zu aktuellen Themen äußern, wenn dann noch ein Hessentag im Sendegebiet stattfindet, die Mitarbeiter grenzüberschreitende Mediencamps organisieren und zahlreiche Informationsveranstaltungen zu ihrer Einrichtung durchführen, dann kann man durchaus  von einem abwechslungsreichen Jahr im Leben eines Offenen Kanals sprechen. Für uns war 2015 ein solches Jahr, und so könnte man sich zufrieden zurücklehnen und stolz bilanzieren: Alles gut so!
Oder doch nicht? Warum hören wir von immer noch zu vielen Kindern, Jugendlichen, Eltern, Lehrkräften und sonstigen Bürgern die Frage „ Ach, das darf man hier alles auch senden?“, gefolgt von der Bemerkung „Ich kann den Offenen Kanal ja doch nicht empfangen“. Nach bald 25 Jahren bekommen wir nahezu täglich immer noch Anrufe, Emails und Briefe mit dem Hinweis „… wir hätten da einen spannenden Termin mit einem interessanten Thema für Ihr Aufnahmeteam“.

Nun kann man diese Unwissenheit bedauernd zur Kenntnis nehmen oder aber die bisher praktizierte Öffentlichkeitsarbeit kritisch hinterfragen und gegensteuern. Das haben wir 2015 in Angriff genommen, posten täglich Aktuelles und – mal mehr, mal weniger – Wissenswertes auf Facebook, organisieren landes- und sogar bundesweite Thementage, füttern die Mediathek, verschicken Pressemitteilungen und senden seit November unser 24-Stunden-Programm auch als Live-Stream. Wir haben in ein modernes, mobiles Studio investiert und bieten allen Interessierten die notwendige Einarbeitung und technische Unterstützung auch vor Ort an.

Wir haben 2015 daran gearbeitet, die Lücken zwischen Selbstbild und Fremdbild aufzudecken und entsprechende Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Insofern ist der durchaus positive Jahresrückblick auf ein weiteres Jahr Kasseler OK-Geschichte Anlass zur Zufriedenheit und gleichzeitig Ansporn zur Optimierung bestehender Prozesse nach innen und außen. Genug ist eben nicht genug!

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