Preiswürdiges Know how in der LMK

”Virtual Reality Goes to School”, „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“ und “Bürgermedien OK-TV Haßloch” gewinnen jeweils 10.000 Euro in der ”Google Impact Challenge“

Fünf Monate Wettbewerb, über 2.200 Teilnehmer, über 700.000 abgegebene Stimmen ‒ die Gewinner der ersten „Google Impact Challenge“ in Deutschland stehen fest. In Berlin wurden kürzlich die Namen von 100 lokalen Projekten verlesen, die in der abschließenden Publikumsabstimmung erfolgreich gewesen waren und daher mit einer Förderung von jeweils 10.000 Euro rechnen können.

Die LMK vorne mit dabei: Das Ludwigshafener Projekt „Virtual Reality Goes to School“, das medien+bildung.com mit dem gewonnenen Startkapital im laufenden Jahr verwirklichen möchte. Ebenfalls siegreich war die „Stolperstein-App“ des Vereins „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“, an der sich medien+bildung.com mit technischem Sachverstand beteiligte. Der OK-TV Haßloch Böhl-Iggelheim e.V. ist der dritte im Bunde, dessen großes Engagement im Ehrenamt mit Unterstützung der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz bei der Google Impact Challenge ausgezeichnet wurde.

„Google würdigt Bürgermedien, Google unterstützt Medienbildung“, erklärte LMK-Direktorin Renate Pepper. „Ich freue mich über das Engagement von Google in diesem Bereich. Wir haben in Verbindung mit unserem EU-Projekt klicksafe bereits eine erfolgreiche Kooperation. Ich freue mich nun über den bemerkenswerten Weg eines Weltkonzerns hin zur Lebenswirklichkeit vor Ort. Genau das kann Google nämlich nicht: medienpädagogische Kompetenzen abrufen, regionale und sogar lokale Netzwerke gründen, Kreativität und Innovation vor Ort gestalten, und das ist gut so. Prämiert wird Bildungs-Know how“, so Pepper weiter,“prämiert werden innovative, digitale Ideen, die die Vereinsarbeit auf den neuesten Stand bringen und/oder sie revolutionieren. Wir nehmen die ‚Herausforderungen‘ an: ich freue mich über die Preise.“

Mit „Virtual Reality goes to school“ entwickelt und veröffentlicht medien+bildung.com ein Methoden-Set, um den Top-Techniktrend „Virtual Reality“ sinnlich erlebbar und praktisch erfahrbar zu machen. Interessierte Lehrkräfte und Mitarbeiter in Jugendeinrichtungen werden so in die Lage versetzt, Prinzipien der Virtual Reality vielfältig in der Bildung einzusetzen und damit die Kreativität und Motivation von Jugendlichen zu steigern. „Mit unserer Virtual-Reality-Brille ‚mein-guckkasten‘ waren wir 2015 überregional erfolgreich. Jetzt wollen wir noch eins draufsetzen“,  erklärt Steffen Griesinger, der Leiter des Hauses der Medienbildung, das für innovative Medienprojekte mit Kindern und Jugendlichen bekannt ist. Ludwigshafen setzt Stolpersteine e. V. entwickelt eine App, die zu den 200 Stolpersteinen – Gedenksteinen in Ludwigshafener Gehwegen, die an Verfolgte des Dritten Reichs erinnern – multimedial aufbereitete Hintergrundinformationen geben kann.

Der Offene Kanal Haßloch/Böhl-Iggelheim gäbe Menschen die Möglichkeit, selbst produzierte Fernsehbeiträge on air gehen zu lassen, heißt es in der Preisbegründung. Dadurch helfe der Kanal gegen die oft fehlende Medienkompetenz und verwirkliche die Meinungsfreiheit. Per Kabel oder Web-Stream werden die Beiträge, die mit Hilfe von Seminaren, ehrenamtlichen Mitarbeitern und dem nötigen Equipment (Kamera, Schnittplatz, Tontechnik, Studio, mobile Produktionseinheit) gefertigt werden, einem großen Publikum zugänglich gemacht.

Google hatte am 22. September 2015 mit seinen Partnern betterplace.org und Ashoka die „Google Impact Challenge“ gestartet. Bei dieser Mischung aus Trainingsprogramm und Wettbewerb konnte jede gemeinnützige Organisation mit innovativen oder digitalen Projekten teilnehmen. Eine Expertenjury, bestehend neben anderen aus Stefanie Graf, Manuel Neuer, Gesche Joost und Ann-Kristin Achleitner und unterstützt von der Schirmherrin des Projektes, Bundesministerin Manuela Schwesig, bestimmte unter anderem die zehn „Leuchtturm-Projekte“. Via Onlinevoting sowie offline am Berliner Hauptbahnhof wählten die Bürger die hundert besten lokalen Projekte sowie den Gesamtgewinner in der „Leuchtturm“-Kategorie.

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