HIV ist kein Tabu

Offener Kanal und Aidshilfe zeigen Infoclips für Eingewanderte

Das Medienprojektzentrum Offener Kanal (MOK) Rhein-Main und die Aids-Hilfe Offenbach e.V. engagieren sich ab sofort gemeinsam für die Präventions- und Aufklärungsarbeit rund um die Themen HIV und Aids. Kern ist die Unterstützung des Projektes „MyPost – by immigrants for immigrants“. Unter dem Titel „Die Aids-Hilfe Offenbach informiert“ strahlt der Verein von ihm produzierte Videos von Eingewanderten für Eingewanderte erstmals im Offenen Kanal Rhein-Main aus.

„Die Hemmschwellen und Blockaden vieler Immigranten gegenüber tabuisierten Themen wie Infektions- und Geschlechtskrankheiten sind hoch. ,MyPost‘ ist ein Selbsthilfeprojekt von und für eingewanderte und geflohene Menschen aus Stadt und Kreis Offenbach. Wir haben dabei unter anderem Vertreter verschiedener Religions- und Glaubensrichtungen zum Thema HIV befragt und Infoclips produziert, die der Offene Kanal nun verbreitet“, erläutert Michael Lämmert, Geschäftsführung Aids-Hilfe Offenbach. „Mit dem Offenen Kanal und den Möglichkeiten der Mediathek Hessen können wir das Engagement der Aidshilfe gegen Isolation, Diskriminierung und Angst vor und in der eigenen Community unterstützen. Zudem haben wir weitere gemeinsame Projekte vereinbart. Im Frühjahr werden wir in Stadt und Kreis Offenbach aktiv, um erneut für die Gefahr von Infektionen durch sexuelle Kontakte und Drogenkonsum zu sensibilisieren“, führt Nadine Tepe, Leiterin MOK Rhein-Main fort.

Der Offene Kanal Rhein-Main ist im digitalen Kabel über Unitymedia auf Programmplatz 136 in über 700.000 Haushalten zu empfangen. Er ist eine Einrichtung der hessischen Landesmedienanstalt (LPR Hessen). Die Aids-Hilfe Offenbach stellt sich den vielfältigen Herausforderungen von HIV und Aids und macht sich stark für die Interessen von Menschen und Gruppen, die durch die Diagnose Aids, durch die Konfrontation mit einer erhöhten HIV-Infektionsgefahr oder durch die Folgen einer Infektion beeinträchtigt sind. Das Projekt „MyPost – by immigrants for immigrants“ wird durch das WIR-Programm des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration, durch die Deutsche AIDS-Stiftung und durch die Stiftung „Miteinander Leben“ vom Kreis Offenbach gefördert.

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