Heike Raab: Offene Kanäle stärken die Medienvielfalt

„Bei den Offenen Kanälen, dem Bürgerfernsehen, können die Menschen in Rheinland-Pfalz Medienöffentlichkeit mitgestalten. Dies gewinnt in einer Zeit, in der „Fake News“ verbreitet und Medienvertreter als Lügenpresse beschimpft werden, an Bedeutung. Wir brauchen die Medienvielfalt, die durch die öffentlichen Kanäle gestärkt werden und Menschen, die souverän mit Medien umgehen können. Daher freut sich die Landesregierung über die gute Entwicklung der rheinland-pfälzischen Medienkompetenznetzwerke. In Rheinland-Pfalz, dem bundesweit führenden Land des Ehrenamtes, sind die Bürgermedien eine Art Ehrenamt 4.0 und unverzichtbarer Bestandteil der Medienlandschaft“, so Staatssekretärin Heike Raab beim ´OK-TV-Tag´ in Kirchheimbolanden.

Einmal im Jahr lädt die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) zusammen mit den Offenen Kanälen (OK) vor Ort alle ehrenamtlich tätigen Mitglieder in den Trägervereinen, die OK-Produzenten sowie an Bürgermedien interessierte Menschen zum „OK-TV-Tag“ ein. Er findet zum 15. Mal statt. Zeitgleich wird zum 25. Mal der Bürgermedienpreis verliehen.

Im Studio stehen, moderieren, den eigenen Beitrag im Fernsehen zeigen: Seit über 30 Jahren bieten die Offenen Kanäle allen Bürgerinnen und Bürgern in Rheinland-Pfalz diese Möglichkeit. Die ehrenamtlichen Trägervereine, die Landeszentrale und die Kommunen schaffen gemeinsam die Basis für attraktives Bürgerfernsehen. Die Menschen können dabei ihre persönliche Sicht schildern und damit zur Meinungsvielfalt und Demokratie beitragen. Auch Vereine, Institutionen und Organisationen nutzen das Bürgerfernsehen als technische Plattform, um ihre Anliegen zu formulieren. Dabei sind die Sendeformate und Genres so unterschiedlich wie die Filmemacher. Die ehrenamtlichen und nichtkommerziellen Bürgerfernseh-Plattformen mit rund 2.000 Mitgliedern spiegeln mit ihrem Programm das Lebensumfeld in der Region in rund 4.700 produzierten Sendebeiträgen pro Jahr.

Die Offenen Kanäle leisten zugleich Medienkompetenzförderung. Hier kann das Medium Fernsehen als Sprachrohr, Experimentierfeld oder auch als Probefeld für die Berufswahl genutzt werden. „Durch das Gestalten eigener Beiträge haben gerade junge Menschen die Möglichkeit, Fertigkeiten im Umgang mit Medien zu erlernen und erfahren dabei Hilfestellung und Anregungen“, so Raab. Bürgermedien seien dabei nicht nur Sendeplattformen, sondern auch qualifizierte Ausbildungsorte für Mediengestalterinnen/-gestalter ´Bild und Ton´. Zusätzlich besteht an sieben Bürgermedienstandorten die Möglichkeit, ein Freiwilliges soziales Jahr zu absolvieren.

[mehr]

Kommentare sind geschlossen